Bester Ayurveda-Arzt 2006

Hohe indische Auszeichnung geht nach Bad Ems

Die langjährige Ayurveda Ärztin Dr. Karin Pirc erhielt am 6. September als erste Europäerin den indischen "Global Hakim Ajmal Khan Award" für herausragende Leistungen im Bereich Ayurveda. Dr. Pirc ist seit 1992 ärztliche Leiterin der Maharishi Ayurveda Privatklinik Bad Ems. Zu Ihren Patienten zählen mehr als 20.000 Menschen aus aller Welt.

"Tief beeindruckt von dem Wissen und der Hingabe an Ayurveda" äußerte sich Dr. Aslam Javed, Generalsekretär der Hakim Ajmal Khan Memorial Society (HAKMS) zum ayurvedischen Lebenswerk von Dr. Pirc, die damit erheblich zur Globalisierung des Ayurveda beigetragen habe. Die Popularisierung der traditionellen und seit Jahrtausenden bewährten, aber in den Hintergrund gedrängten Ayurveda-Medizin Indiens, ist eines der wesentlichen Ziele der HAKMS. Hierfür vergibt sie jedes Jahr einen renommierten Preis, der erst zum zweiten Mal außerhalb Indiens verliehen wird. "Dr. Pirc arbeitet seit langem an der Verbreitung von Ayurveda in Deutschland und der Welt durch Panchakarma, Beratung, Bücher und Vorträge", so Javed und sei deshalb von dem Awardkomitee einstimmig gewählt worden. (Vollständige Rede (PDF))

In diesem Sinne würdigte Dr. med. Lothar Hahn von der Deutschen Gesellschaft für Ayurveda (DGA) "mehr als zwanzig Jahre unermüdlichen Einsatz", den die vierfache Mutter und mehrfache Buchautorin bis heute für die Ayurveda-Medizin erbringe. Er sei besonders beeindruckt von der Tatsache, dass die Ärztin sich voll auf Ayurveda ausgerichtet und damit unzählige Erfolge erreicht habe. Das beachtliche Ansehen des Ayurveda in Deutschland sei neben einigen anderen Kollegen besonders ihr zu verdanken.

Vor rund 150 Gästen im festlich geschmückten Marmorsaal der Stadt Bad Ems (siehe Bericht der Rhein-Lahn-Zeitung vom 08.09.2006) nahm die Ärztin die Glückwünsche aus Indien sowie von Politikern, ärztlichen Kollegen und Wegbegleitern entgegen. Bürgermeister Ottmar Canz betonte in seiner Begrüßungsrede, dass die Bad Emser Ayurveda Klinik "nicht eine Light- oder Wellness-Version von Ayurveda, sondern die jahrtausendealte Medizin in ihrer Authentizität und Vollständigkeit unter der Leitung von erfahrenen Ärzten" praktiziere und "eine sehr wertvolle Bereicherung für die Kurstadt" sei. Viele hundert Medienberichte und Besucher aus fast allen Ländern der Welt hätten das Ansehen der wegen ihrer heilenden Quellen bekannten Stadt Bad Ems gestärkt.

Ähnlich äußerte sich auch der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Günther Kern. Er fügte hinzu, dass die "indische Heilkunst des Ayurveda für viele Menschen eine gute Alternative für die eigene Gesundheit geworden ist" und dass dies zu einem guten Teil der Ayurveda Klinik in Bad Ems und der Arbeit ihrer 50 Mitarbeiter zu verdanken sei. Die Entwicklung beweise, so Kern, "dass ihre Arbeit auf fruchtbaren Boden gefallen ist, dass Ayurveda mehr ist, als warmes Öl auf den Körper zu gießen und einzumassieren, dass Ayurveda viel mehr auch eine Lebensanschauung ist und zur Gesunderhaltung des Körpers und des Geistes beitragen kann, wenn die Menschen dies wollen."

Und es wollen nach den Worten von Lothar Pirc immer mehr. Zusammen mit seiner Frau hat er Anfang 1993 das Maharishi Ayurveda Gesundheitszentrum Bad Ems gegründet und ist bis heute geschäftsführender Gesellschafter der Privatklinik. Es werde vielen Menschen allerdings nicht leicht gemacht, das medizinische Angebot des Ayurveda zu nutzen. Noch immer seien die sanften aber wirksamen Behandlungen trotz beeindruckender und wissenschaftlich nachweisbarer Erfolge von den meisten Krankenkassen nicht in den Leistungskatalog aufgenommen. Um so mehr bewundere er seine Frau für die Fähigkeit, "sich immer wieder neu für Ayurveda zu begeistern und sich jedem Patienten mit viel Zeit und Aufmerksamkeit zuzuwenden." Dies mache sie bei den Gästen sehr beliebt und viele seien zu regelmäßigen Kurgästen geworden.

Bewegt und erfreut nahm Dr. Karin Pirc die Auszeichnung entgegen und wandte sich in ihrer Dankesrede besonders an ihr Mitarbeiterteam. "Ein Mensch alleine kann niemals diesen Preis erhalten", sagte sie ihren Mitarbeitern zugewandt, um dann nach bestem vedischen Brauch die Tradition der ayurvedischen Meister zu würdigen und die indischen Vaidyas, bei denen sie tiefgehende Aus- und Fortbildungen genossen habe.

In Indien viel beachtete Auszeichnung
Die Hakim Ajmal Khan Memorial Society wurde 1989 zur Förderung der alten und natürlichen Medizinsysteme Indiens gegründet. Besonderes Augenmerk liegt auf den Systemen des Ayurveda, der Unani Medizin und der Homöopathie. In diesen Bereichen vergibt die Gesellschaft in jedem Jahr eine viel beachtete Auszeichnung für herausragende Leistungen, 2003 aus der Hand des damaligen indischen Staatspräsidenten Sharma und im letzten Jahr durch den Gesundheitsminister Indiens. Die ausschließlich mit angesehenen Ayurveda- und Unani-Experten besetzte Award-Kommission unter Vorsitz von Prof. M.S. Usmani stellt Frau Dr. Pirc durch die erst zum zweiten Mal außerhalb Indiens verliehene Auszeichnung "Bester Ayurveda-Arzt 2006" mit berühmten Experten des Ayurveda im Ursprungsland Indien gleich.

Herausragende Leistungen im Bereich Ayurveda

Frau Dr. phil. Karin Pirc, gründete bereits 1985 das erste deutsche Maharishi Ayurveda Gesundheitszentrum in Schledehausen bei Osnabrück und war bis 1992 dessen ärztliche Leiterin. 1993 eröffnete sie mit Ihrem Mann die Maharishi Ayurveda Privatklinik Bad Ems, wo unter ihrer ärztlichen Leitung das medizinische Spektrum des Maharishi Ayurveda sehr erfolgreich praktiziert wird.

Fundiertes Wissen und Erfahrung aus der ayurvedischen Behandlung von mehr als 20.000 Patienten machen Frau Dr. Pirc zu einer herausragenden Ayurveda-Expertin der westlichen Welt. Die promovierte Psychologin (1984) und approbierte Ärztin (1983), die Ihre zahlreichen Aus- und Fortbildungen in Maharishi Ayurveda bei einigen der angesehensten Ayurveda-Ärzte Indiens absolvierte, leitet Ärzteseminare und Ausbildungskurse in Maharishi Ayurveda. Dr. Karin Pirc wurde 1951 in Hamburg geboren. Sie ist erfolgreiche Autorin mehrerer Bücher über Maharishi Ayurveda und Ko-Autorin einiger, zum Teil auch in Indien sehr beachteter Ayurveda-Fachbücher.

Qeulle: Maharishi Ayur-Veda Gesundheits- und Seminarzentrum
Dieser Artikel wurde am 16.09.2006 im Vedamagazin veröffentlicht.
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Ayurveda

Dieser Zweig des Vedischen Wissens befasst sich mit der Gesundheit und zielt auf ein langes, gesundes Leben, frei von Einschränkungen und Problemen. Wörtlich bedeutet Ayurveda "Wissen vom langen Leben". Dabei umfasst diese Wissenschaft sowohl das Diagnostizieren und Heilen von Krankheiten, als auch eine gesunde und ausgewogene Ernährungs- und Lebensweise. Die sehr natürlichen Anwendungen des Ayurveda basieren auf einem umfassenden System, das alle Lebensaspekte und deren Zusammenhänge berücksichtigt. ...

 

 

Panchakarma

Panchakarma ist Reinigungsverfahren für den ganzen Körper und ein zentraler Bestandteil von Ayurveda-Kuren. Panchakarma (Sanskrit, "fünffache Handlung") beruht im Wesentlichen auf dem Ausleiten von Schlacken aus dem Körper, z.B. durch abführende Maßnahmen mit einer Kräuter-Ghee- Mischung, Schwitzkuren, verschiedene synchrone Ganzkörper-Ölmassagen, oder auch Einläufen zur Reinigung des Darms.

 

 

Gandharva-Veda

Gandharva-Veda ist die klassische Musik der Vedischen Hochkultur. Sie ist die ewige Musik der Natur, deren Rhythmen sie widerspiegelt.

 

 

Raga

"Klangpersönlichkeit", melodische und rhythmische Grundstruktur in der klassischen indischen Musik *)

 

 

Bhajan

Bhajans sind die in Indien allgegenwärtigen spirituellen Volkslieder, mit denen die Verehrung für verschiedenste Devata (Gottheiten) ausgedrückt wird.

 

 

Gandharva

Soma-bereitende Licht-Gottheit; musizierende Apsara-Gefährten; siehe auch Gandharva-Veda *)

 

 

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