Regionalwährungen boomen in Deutschland

Den negativen Folgen einer globalisierten Wirtschaft entgegenwirken

Vor genau zehn Jahren fiel der Startschuss für die Einführung des Euro. Heute gibt es in Deutschland jedoch 33 Regionen mit zusätzlichen eigenen Währungen. Und mehr als vierzig weitere Initiativen wollen regionales Geld in Umlauf bringen, um die lokale Wirtschaft zu stärken. Alles Wissenswerte zu den so genannten Regios - wo sie zirkulieren, wie die Zusatzwährungen funktionieren, welche Entwicklungen derzeit ablaufen - hat das Leibniz-Institut für Länderkunde jetzt in seiner Online-Zeitschrift Nationalatlas aktuell zusammengestellt.

Seit der Einführung des "Rolands" 2001 in Bremen haben zahlreiche Initiativen Zusatzwährungen ins Leben gerufen. Mittlerweile gibt es in Deutschland 33 Regionalwährungen. Sie heißen "Volmetaler", "Hansemark" oder "Tauber-Franken" und werden in Form von zeitlich und räumlich beschränkten Wertgutscheinen für bestimmte Waren und Dienstleistungen eingesetzt. Durch "Geld aus der Region für die Region" sollen regionale Kreisläufe in Gang gesetzt werden, die den negativen Folgen einer globalisierten Wirtschaft auf die eigene Region entgegenwirken.

Mit der Einführung von Regionalgeld sind aber nicht nur ökonomische Ziele verbunden. Die Initiatoren versprechen sich von den räumlich begrenzten Zusatzwährungen auch positive ökologische Effekte wie geringere Transportwege und ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltiges Wirtschaften. Außerdem werden mit Hilfe dieser Initiativen soziale Projekte vor Ort unterstützt, die regionale Identität gefördert und eine Verbesserung der Lebensqualität angestrebt.

"Die Entwicklung der Regionalwährungen unterliegt derzeit einem sehr dynamischen Prozess", stellt die Geographin Dr. Birte Nienaber fest. Die Juniorprofessorin an der Universität Saarbrücken analysiert im Nationalatlas aktuell-Beitrag neueste Trends beim Regionalgeld. Karten des Leibniz-Instituts für Länderkunde veranschaulichen die räumlichen Aspekte dieser Initiativen zur Regionalförderung.

Ob die angestrebten ökonomischen, ökologischen und sozialen Ziele tatsächlich erreicht werden und die Initiativen nachhaltige Wirkungen in den Regionen entfalten, muss die Zukunft zeigen. Noch sind die Regionalwährungen nicht lange genug am Markt vertreten, um eine konkrete Bilanz zu ziehen.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)


Dieser Artikel wurde am 31.07.2008 im Vedamagazin veröffentlicht.
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