Schutz der Landwirtschaft vor Gentechnik

Greenpeace verteilet ‚Medikament’ gegen die Gentech-Lobby an EU-Umweltminister

Luxemburg/Wien – Die Umweltorganisation Greenpeace fordert anlässlich der heute im Rahmen des EU-Umweltrats stattfindenden Grundsatzdebatte zur Agro-Gentechnik mehr Schutz der Konsumenten und der Landwirtschaft vor unerwünschten Nebenwirkungen durch Genfood. Die Umweltschützer unterstrichen ihre Forderungen mittels einer Aktion, bei der das Medikament ‚AntiCorp’ an die EU-Umweltminister verteilt wurde. Diese soll einerseits die Viren der Gentech-Lobby bekämpfen und andererseits Entscheidungen zum Schutz der menschlichen Gesundheit, der Landwirtschaft,  der Biodiversität und der Lebensmittelsicherheit stärken. Die Greenpeace - Aktivisten installierten zudem ein riesiges Gentech-Mais – Banner und den Slogan  „Gentechnik bedroht unsere Lebensmittelsicherheit – es ist Zeit zu handeln“.

Beim heutigen Rat diskutieren die EU-Umweltminister grundlegende Fragen zum Zulassungsprozess bei der Risikotechnologie Gentechnik.  „Die EU ist noch immer nicht in der Lage, Langzeitauswirkungen von gentechnisch manipulierten Pflanzen auf Umwelt, Artenvielfalt und auf unsere Gesundheit ausreichend zu bewerten. Die EU-Umweltminister müssen jetzt handeln, um unsere Lebensmittel und unsere Landwirtschaft zu schützen“,  so Steffen Nichtenberger, Gentechnik-Experte bei Greenpeace.

Das aktuelle EU - Zulassungsprozedere für Gentech-Pflanzen weist fundamentale Mängel auf: Langzeitauswirkungen werden nicht berücksichtigt, Gefahren für die Artenvielfalt, wissenschaftliche Unsicherheiten und gegenläufige Studien von EU - Mitgliedsstaaten werden systematisch ignoriert. Veränderungen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsverfahren, Verluste an traditionellem landwirtschaftlichen Wissen sowie die Risiken und die Konsequenzen von Gentech-Verseuchungen werden ebenfalls nicht in Betracht gezogen.“Eine breite Mehrheit der EU - Bevölkerung lehnt Genfood strikt ab. Das  ist den Ministern auch bekannt. Es ist höchste Zeit, dass die EU - Umweltminister sich für eine Verbesserung des aktuellen Gentechnik - Zulassungsprozederes aussprechen um damit der Gentechnik den Weg auf unsere Felder und Teller verwehren“, betont Nichtenberger.

Greenpeace fordert zudem, dass die geltenden EU Richtlinien bei der Gentechnik eingehalten werden, insbesondere, dass die Evaluierung der Umweltrisiken von Gentech-Pflanzen unabhängig und mit der nötigen wissenschaftlichen Kompetenz erfolgt. Die Umweltminister sollen Maßnahmen ergreifen, um Gentech-Kontaminationen des Saatguts zu verhindern. Des Weiteren sollen Mitgliedsstaaten das Recht bekommen, gentechnikfreie Zonen einzurichten.

 “In Bezug auf das Klima und die globale Lebensmittelskrise müssen die Umweltminister Europa vor einer falschen Diskussion hinsichtlich Gentech-Pflanzen bewahren, da diese keine Lösung darstellen. Wir brauchen wahre und nachhaltige Lösungsansätze. Nur eine moderne, nachhaltige Landwirtschaft, die Mensch und Umwelt schützt und die natürlichen Ressourcen nicht zerstört, kann weltweit Nahrungs- und Lebensmittelsicherheit garantieren,“ erklärt Nichtenberger abschließend.

Quelle: Greenpeace Österreich


Dieser Artikel wurde am 20.10.2008 im Vedamagazin veröffentlicht.
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