Europaweite Ärzte-Vereinigung für Ayurveda-Medizin gegründet

Reaktion auf Lobby-Anstrengungen für eine EU-weite Regulierung der Naturheilkunde

Ärzte und Wissenschaftler bei der Gründung der European Ayurveda Medical Association - Foto © EURAMA
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Ärzte und Wissenschaftler bei der Gründung der European Ayurveda Medical Association
Ayurveda, das „Wissen vom Leben“, ist das älteste Gesundheitssystem der Welt. Ursprünglich in Indien gepflegt, befindet es sich gegenwärtig auf einem raschen Vormarsch in der ganzen Welt. Seine Popularität gründet sich auf die einzigartigen Methoden zur Erlangung von körperlicher, geistiger und spiritueller Gesundheit und Wohlergehen. Prävention, neben ganzheitlicher Therapie, ist das Hauptthema des Ayurveda.

Fast 40 Ayurveda-Ärzte und Wissenschaftler trafen sich am 26. Oktober in Wien, um EURAMA - European Ayurveda Medical Association aus der Taufe zu heben. Anwesend waren auch der Indische Botschafter in Österreich und ein Vertreter der Österreichischen Ärztekammer.

Grußworte und Gratulationen kamen aus aller Welt. Einige wurden vorgelesen, einige kamen in Form von Video-Grußbotschaft, so z.B. von der Ministerin für Ländliche Entwicklung der Indischen Regierung und vom Direktor des Zentralen Rates für Forschung in Ayurveda (CCRAS) der AYUSH-Abteilung im Indischen Gesundheitsministerium.

Die Aktivitäten der neu gegründeten Vereinigung richten sich vor allem auf drei Bereiche, die die Integration von Ayurveda in die Gesundheitssysteme der EU ermöglichen sollen:
  • Wissenschaftliche Forschung,
  • Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Ayurvedischer Zubereitungen, und
  • Sicherung von Qualitätsstandards bei der Aus- und Fortbildung von Ärzten.

EURAMA befürwortet die Anwendung von Ayurveda als „Komplementär- und Alternativmedizin“ (CAM) gemeinsam mit der modernen Medizin und wissenschaftlicher Forschung, besonders in Bereichen, in denen die moderne Medizin unsere Erwartungen bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit nicht erfüllt, z.B. in der Prävention und in der Behandlung chronischer Krankheiten. EURAMA wird dazu beitragen, das legale Umfeld für die sichere Anwendung von Ayurveda in allen Ländern Europas zu schaffen.

Prof. Gerard Bodeker von der Universität Oxford  (v.l.n.r. Vaidya Kalyan Chakravarthy M.D., S.E. Botschafter Saurabh Kumar,  Prof. Gerard Bodeker, EURAMA-Präsident Dr. Schachinger) - Foto © EURAMA
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Prof. Gerard Bodeker von der Universität Oxford  (v.l.n.r. Vaidya Kalyan Chakravarthy M.D., S.E. Botschafter Saurabh Kumar,  Prof. Gerard Bodeker, EURAMA-Präsident Dr. Schachinger)
Der erste Teil der Gründungsversammlung wurde wissenschaftlichen Vorträgen zu den zentralen Anliegen von EURAMA gewidmet. Als Hauptredner sprach Prof. Gerard Bodeker, Universität Oxford, Großbritannien, über den Stand des Ayurveda in Europa und die Notwendigkeit, Ayurveda unter ein gemeinsames europäisches Dach zu stellen.

Prof. Przuntek von der Ruhr-Universität, Bochum, berichtete über Prinzipien der wissenschaftlichen Forschung in Ayurveda, Prof. Ammon von der Uni Tübingen referierte über seine Erforschung eines Ayurvedischen Pflanzenmittels. Dr. med. O. Werner (Schweiz) fasste den Stand der Rechtssituation von Ayurvedischen Präparaten in der EU und die daraus resultierende Ziele und Aufgaben sehr anschaulich zusammen.

Am Nachmittag wurde dann der Vorstand der Gesellschaft gewählt. Mit großer Mehrheit wurde der österreichische Mitinitiator, Dr. Wolfgang Schachinger, zum Präsidenten gewählt. Sein Stellvertreter ist Dr. Charlotte Bech aus Dänemark. Weitere Vorstandsmitglieder sind Mag. Renate Mörth (Ö), Dr. Stephania Lorenz (D), Dr. Prof. H. Przuntek (D), Prof. H.P.T. Ammon (D), Vaidya S. Gupta (Ind), und Vaidya K. Chakravathy (Ind).

EURAMA lädt alle Ärzte, Vaidyas und Wissenschaftler ein, unabhängig von ihrer ayurvedischen Denkschule und Ausbildung, an dem großen Vorhaben teilzunehmen, durch Ayurveda dem europäischen Gesundheitssystem eine neue vielversprechende Dimension zu verleihen.

Quelle: EURAMA


Dieser Artikel wurde am 07.11.2008 im Vedamagazin veröffentlicht.
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