Vedische Chemie – Rasa Shastra

Sonne, Mond, Polarstern – drei Vedische Prinzipien in der Chemie

Von Dr. Bernd Zeiger

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Abgestumpftes Ikosaeder („Archimedischer Körper“), ein Fulleren, ein sphärisches Molekül aus Kohlenstoffatomen mit hoher Symmetrie
Chemie ist die Wissenschaft vom Verhalten der Materie. Wie jede Art der Beziehung unterliegt auch das Verhalten der Materie dem Gesetz der natürlichen Entwicklung. Durch die Wissenschaft fügt der Mensch den beobachteten Phänomenen Begriffe hinzu, die es ihm ermöglichen sollen, sein Leben in Übereinstimmung mit dem natürlichen Entwicklungsfluss zu halten. Der Mensch braucht diese intellektuelle Durchdringung der Erfahrung, weil er in seinem Wollen frei ist und deshalb ohne einen inneren Bezugspunkt die Orientierung verliert. Durch die Wissenschaft findet der Mensch diese Orientierung in Form von systematischem Wissen. Veda ist definitionsgemäß das Wissen, das die Kraft der Evolution vollständig und auf nutzbringende Weise abbildet. Veda umfasst immer dreierlei: Ausdrücke des Wissens, organisierende Kraft und die verbindende wissenschaftliche Methode. Vedische Chemie bringt die Chemie auf die Ebene des Bewusstseins.

Der unmittelbare Zugang zum Veda

Wissen ist immer eine Struktur des Bewusstseins. Maharishi Mahesh Yogi hat in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts damit begonnen, den Veda aus der historisch-indologischen Ecke herauszuholen und bewusstseinsbezogen zu erneuern. Ausgangspunkt war die Erfahrung des Zustandes der geringsten Anregung des Bewusstseins durch die Transzendentale Meditation, wo Wissen als selbst-bezogene Eigendynamik des Bewusstseins erlebt wird. Auf Grund der physiologischen Merkmale ist der Grundzustand des Bewusstseins ein vierter Hauptbewusstseinzustand neben Wachen, Schlafen und Träumen.

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Meditation - die praktische Seite des Wissens
Auch die Biochemie des Körpers verändert sich dabei auf charakteristische Weise. Die Pionierforschungen auf diesem Gebiet stammen von R.K. Wallace: abnehmender Blutlaktatgehalt (1972), M. Bujatti: Neurotransmitter Serotonin nimmt zu (1976) und R. Jevning: Zunahme der Wachstumshormone (1978). Insgesamt ca. 600 wissenschaftliche Forschungsarbeiten aus dem Bereichen der Physiologie, Medizin, Psychologie und Soziologie bestätigen, dass jedem Menschen mit seinem Gehirn und Nervensystem die erforderlichen Instrumente zur Verfügung stehen, um den Veda zu erkennen und zu nutzen. Veda ist in jeder Beziehung lebensnahes Wissen und alles was aus Vedischer Sicht angepackt wird bekommt wieder diese Nähe zum Leben.

Veda: Chemie der Ur-Klänge

Der seit Urzeiten mündlich überlieferte, von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestufte Veda beschreibt in Form von selbst erklärenden Lautfolgen alle möglichen Transformationen der Naturgesetze. Die Sequenz der Sprachlaute bildet dabei das Wirken der Naturgesetze klanglich-analog ab. Die Lücken zwischen den Lauten des Veda haben im Bewusstsein eine ähnliche Funktion wie die Übergangszustände chemischer Reaktionen. Für die Transformationen in den Lücken (Abhava) gilt ein Vierstufenmechanismus: (1) Auflösung des Ausgangszustandes, (2) Unmanifester Zwischenzustand, (3) Impulse der Manifestation, (4) Entstehen des Endzustandes (Abb. 1).

Abbildung 1: Veda und Chemie: Transformation in der Lücke - Foto © Veda
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Abbildung 1: Veda und Chemie: Transformation in der Lücke

Der Quantenphysiker J. Hagelin (2006) bezeichnet den Veda deshalb als „Chemie der Klänge“ und meint damit, dass im Veda alle möglichen Transformationen des Bewusstseins als Abfolge bzw. Verknüpfung von elementaren Sprachlauten dargestellt werden, die wiederum die Repräsentanten der Eigendynamik des Bewusstseins sind.

Im Übergangszustand chemischer Transformationen hat Materie ihre Begrenzung verloren und ist zum unbegrenzten Schwingungsfeld geworden. Dass die Atome und Moleküle der Chemie Schwingungszustände eines selbst-wechselwirkenden Feldes sind, geht auf dem Chemiker H. Hartmann (1980) zurück. Die quantenmechanische Realität wird dabei quantenmechanisch gesehen. Das ist der Ansatzpunkt einer Vedisch-begründeten Chemie, die hier am Beispiel von drei Vedischen Strukturen - Sonne, Mond und Polarstern - veranschaulicht wird.

Veda als Brücke zwischen Chemie und Leben

Für die Biochemie und Molekularbiologie basiert alles irdische Leben auf der DNA. Das ist ein großes Molekül, in dem in einer aus vier kleinen Molekülen bestehenden Sprache alles Wissen über Aufbau und Funktionsweise der Lebewesen gespeichert ist. Auf diese Weise sind Leben und molekulares Verhalten eng miteinander verknüpft. Der Biologe F. Papentin (1978) hat deshalb die DNA den „Veda der Zellen“ genannt.

Auch alles was die Menschen zum tägliches Leben benötigen ist Gegenstand der Chemie: Nahrung, Kleidung, Gebäude und Wohnungseinrichtungen, Energiequellen. Da die Chemie technische und mathematische Hilfsmittel benutzt, die nur wenigen vertraut sind, bleibt die Welt der Moleküle den meisten fremd. Durch die Vedische Chemie wird diese Lebensferne überwunden, da sie sich auf unmittelbar im Bewusstsein zugängliche bzw. vom Bewusstsein ausgehende Erfahrungen bezieht. Auch die quantenmechanischen Formeln, mit denen die Gesetze molekularen Verhaltens beschrieben werden, erhalten so eine lebensnahe Bedeutung. So leistet die Vedische Chemie einen wichtiger Beitrag, um das Gleichgewicht im Leben des Einzelnen und der Gesellschaft herzustellen bzw. zu erhalten. Die Menschen leben dann nicht nur länger sondern auch gesünder und glücklicher.

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Geschmacksrichtungen (Rasa)
In Form des Ayurveda, der uralten, auf den Veda bezogenen Wissenschaft vom Leben (Ayu), wird die Vedische Chemie gegenwärtig intensiv praktisch genutzt. Typisch für den Ayurveda ist die auf den Geschmackssinn (Rasa) bezogene Klassifizierung der Stoffe. Dadurch wird z.B. die Auswahl geeigneter Nahrung eine „genüssliche“ Angelegenheit. Ayurveda ist die klassisch-objektive Seite der Vedischen Chemie.

Vedische Chemie hat aber auch eine quantenmechanische, erkenntnisbezogene Seite. Durch ihren unmittelbaren Zugang zu den Transformationen des Bewusstsein ermöglicht die Vedische Chemie die dringend notwendigen Weiterentwicklungen in der Medizin, Landwirtschaft, Energieversorgung und Industrie. Dazu werden für jede der drei natürlichen Substanzarten - tierische, pflanzliche und mineralische - typische Grundstoffe definiert, die wegen ihrer gemeinsamen quantenmechanischen Grundlage einheitlich Rasa genannt werden. Der erste Schritt der Vedischen Chemie als die Gesamtheit der Rasa-Gesetze - Rasa Shastra - ist die Reinigung des Verbindungsbereiches (Gap) zur grundlegenden quantenmechanischen Realität, damit alle Rückkopplungsprozesse (Smriti) reibungslos ablaufen können.

Vedische Chemie ist kosmisch

Von der Labor-bezogenen Chemie wird völlig ausgeklammert, dass zwischen irdischem Lebens und dem gesamten Umfeld einschließlich dem Kosmos eine Wechselbeziehung besteht. Solche Einflüsse werden in der Labor-Chemie als vernachlässigbar klein angesehen. Der Quantentheoretiker H. Primas, Zürich, hat anlässlich eines 1968 in Elmau abgehaltenen Symposium der Theoretischen Chemie erste Argumente angegeben, wie die bedenkliche Annahme einer Trennung der molekularen Systeme von ihrem Umfeld überwunden werden kann. Nur bei kleinen Molekülen mit wenigen inneren Freiheitsgraden führt Isolation von der Umgebung zu einer annährend stabilen Situation. Im allgemeinen haben Moleküle, insbesondere in den Übergangszuständen durch Kopplung an das elektromagnetische Strahlungsfeld, unendlich viele Freiheitsgrade und verhalten sich als unbegrenzte Systeme (Felder). Besonders bei den großen Molekülen der Molekularbiologie darf die Wechselbeziehung zum Umfeld niemals vernachlässigt werden.

Durch die bewusstseinserweiternden Methoden des Yoga, dem Vedischen System zur Kultivierung der Wahrnehmung, können die isolierten Erkenntnisse der objektiven Naturforschung durch unmittelbare Einsicht in die kosmische Ordnung vervollständigt werden. Drei Yoga-Sutras, die sich auf die Sonne, den Mond und Polarstern beziehen, spielen eine große Rolle wenn es um die unmittelbare Erkenntnis der kosmischen Ordnung geht.

Die Beziehung zwischen Individuum und Kosmos bedeutet immer eine Entsprechung in Struktur und Funktionsweise. Bereits in der Entwicklung der modernen Wissenschaft spielen Strukturanalogien eine wichtige Rolle, so stand am Anfang der Quantenchemie die Analogie von Sonnensystem und Atom. Die Entdeckung des Einheitlichen Felds aller Naturgesetze als rein quantenmechanische Realität beruht auf der Verwandtschaft zwischen Gravitationskraft und allen inneren Kräften der Materie, was als Supervereinheitlichung bezeichnet wird (Abb. 2).

Abbildung 2: Das Einheitliche Feld und die Supervereinheitlichung - Foto © Veda
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Abbildung 2: Das Einheitliche Feld und die Supervereinheitlichung
Das Vaisheshik-System der Vedischen Literatur bezeichnet das Einheitliche Feld als Atma (selbstbezogenes Bewusstsein) und charakterisiert es durch unmittelbar erfahrbare Merkmale. Moderner Pionier der Entsprechung von individuellem und kosmischem Verhalten ist der Arzt Tony Nader. Er konnte in allen Details nachweisen, dass das DNA-Molekül nach kosmischen Strukturprinzipen aufgebaut ist. Auf diese Weise erlaubt es die Vedische Wissenschaft, den unanschaulichen Vorstellungen der Quantenchemie eine lebensnahe Bedeutung zu geben.

Die kosmische Erweiterung der Sichtweise ist der erste Schritt zur Vedischen Chemie.

Das Prinzip der Sonne: Hierarchische Ordnung

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Sonne (Surya)
Sonne, Mond und Sterne sind kosmische Strukturen, die schon Kindern vertraut sind. Im Bewusstsein angelegte Begriffe erlauben es, die astronomischen Beobachtungen zu allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten zusammenzufassen. Das zuerst von J. Kepler (1609) für die Planetenbewegung formulierte Gesetz der Massenanziehung gilt wie I. Newton (1687) erkannte für aller Körper im Kosmos und ist z.B. auch die Grundlage der modernen Satellitentechnik. Dieselbe mathematische Beziehung besteht auch zwischen elektrischen Ladungen. Das von Ch. A. de Coulomb (1785) entdeckte Gesetz der elektrostatischen Wechselbeziehung bestimmt das gesamte Verhalten der molekularen Materie.

Weil sich die Kraftwirkung in beiden Fällen auf ein lokalisiertes Kraftzentrum bezieht dessen Wirkung mit dem Abstand vom Zentrum abnimmt, spricht man von Zentralkraftfeldern. Aus quantenmechanischer Sicht sind Zentralkräfte die Grundlage von Schichtenstrukturen. Daraus abgeleitete Begriffe sind Organisationsintelligenz, hierarchische Struktur und Emergenz.

In der Chemie ermöglicht das Zentralkraftprinzip die periodische Anordnung der chemischen Elemente in einem aus sieben Schichten bestehenden System, das sogenannte Perioden-System der Elemente.

Die Quantenmechanik definiert die energetischen Anregungszustände mathematisch als Energie-Eigenwerte, deren Stufenfolge die gesamte Organisationsintelligenz atomarer Systeme ausdrückt. Die Sequenz beginnt mit dem Zustand geringster Anregung oder Grundzustand für den die Energie gleich Null gesetzt wird. Die Reihenfolge der Energiewerte für die angeregten Zustände wird durchnummeriert. Die Nummern heißen Hauptquantenzahlen und geben den Stellenwert der angeregten Zustände in der Energie-Leiter an.

Kosmischer Repräsentant des Zentralkraft-Prinzips im Veda ist die Sonne. Gemäß dem Zentralkraftprinzip unterteilt der Veda die ganze Schöpfung in sieben Talas oder Materiebereiche und sieben Lokas oder Bereiche der Intelligenz bzw. Kraftfelder. Materie und Intelligenz als zwei sich ergänzende Aspekte einer Realität anzusehen ist typisch für die Vedische Chemie. Der Verbindungspunkt von Materie und Intelligenz ist ein Bereich aller Möglichkeiten wie er im Übergangzustand zugänglich ist.

Die Vedischen Itihasa beschreiben wie der Verbindungsbereich durch das geordnete Zusammenwirken von aufbauenden und abbauenden Kräften genutzt werden kann. Der Prozess wird als Quirlen des Milchozeans bezeichnet. Das Lebenselexier Amrit Kalash ist eines der Produkte dieses Quirlprozesses.

Das Prinzip des Mondes: Kreative Entfaltung

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Mond (Chandra)
Im Veda wird das strenge Ordnungsprinzip der Sonne durch das ausgleichende und vermittelnde Mond-Prinzip ergänzt. Traditionsgemäß folgt deshalb dem Sonntag ein Mondtag.

Im kosmischen Geschehen ist die Hauptfunktion der Monde die Regulation des Magnetfeldes der Planeten. Nur die regulären, d.h. zusammen mit dem Planten entstanden Monde haben diese Funktion. Sie beschreiben nahezu kreisförmige Bahnen um die Planeten mit geringer Abweichung von der Äquatorebene. Die Neigung der Planetenachsen gegenüber der Bahnebene um die Sonne ist für die Zunahme und Abnahme der Mondwirkung verantwortlich sowie für die zwei Schnittpunkte der Mondbahnen mit der Ekliptik, die aufsteigenden und absteigenden Mondknoten.

Entsprechend zu dieser kosmischen Funktion des Mondes wird das magnetische Verhalten eines Atoms durch die magnetische Quantenzahl und den Spin der Elektronen reguliert. Die magnetische Quantenzahl bestimmt die Neigung der Elektronenbahn; der Spin ist für die zwei Einstellungsmöglichkeiten der Eigendrehung: „aufwärts“ und „abwärts“ verantwortlich. Aufnahme und Abgabe der Elektronen sind aufgrund des Magnetfeldes unterschiedliche Vorgänge.

Allgemein gesagt, reguliert das Mondprinzip den Austausch zwischen Strukturebenen. Das Verhalten hierarchischer Systeme ist auf diese Weise eng mit der Struktur des Raumes bzw. den Konstellationen der Umgebung verbunden (Geometrie). Die Quantenchemie unterscheidet 27 symmetrieangepasste Zustände des Elektronensystems unter dem Einfluss molekularer Nachbarn (Liganden). Entsprechend werden beim Mond als Trabanten der Erde 27 Entwicklungs-Stadien unterschieden, Die räumliche Struktur der Mondstadien wird durch die Sternenkonstallationen (Nakshatras) näher bestimmt, die der Mond bei seinem Umlauf überdeckt.

Die zeitliche Dauer der Mondwirkung entspricht dem zwischen 19 und 26 Stunden variierenden Mondtag (Tithi). Das Mondprinzip bringt also Raum und Zeit ins Spiel, deren allgemeine Struktur der Veda als Soma bezeichnet und als lückenfüllende, alles verbindende Flüssigkeit charakterisiert. Der Veda beschreibt sehr genau auf welche Weise Soma entsteht und wie Soma für das Wirken der Naturgesetze bei allen Transformationen verantwortlich ist.

Prinzip des Polarsterns: Zyklische Dynamik

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Polarstern (Dhruva)
Um sich in der Welt zurechtzufinden, muss zur Kenntnis des hierarchischen Aufbaus (Prinzip der Sonne) und der Verbundenheit (Prinzip des Mondes) ein Navigationssystem hinzukommen. Ein Reisender braucht selbst wenn er eine genaue topographische Karte besitzt, zusätzliche Orientierungshilfen, um ans Ziel zu kommen. Das deshalb, weil die Gesamtordnung durch die Enge des überschaubaren Blickfeldes meist nicht unmittelbar erkennbar ist. Hier hilft ein naturgegebenes Orientierungssystem, das auf der Drehbewegung beruht z.B. die Erdrotation. Der Endpunkt (Pol) der Achse, um die sich die Erde dreht, ist ein fester Punkt am Himmel. Ein sichtbarer Stern in der Nähe dieses gedachten Pols ist dann als Orientierungshilfe geeignet, weil er im Lauf der Zeit nahezu unverändert bleibt. Für die nördliche Erdhälfte ist das der Polarstern.

Das Prinzip des Polarsterns gilt für jedes sich drehende System, d.h. jede Situation, die sich durch die drei Polarkoordinaten beschreiben lässt: den Abstand zur Drehachse (Radius) und zwei Winkel wie sie z.B. als Längen- und Breitengrade bekannt sind. Diese Situation ist auch typisch für die gesamte Chemie.

Die periodische Bewegung der Elektronen um die Atomkerne erfolgt auf Bahnen, die dem polaren Prinzip unterliegen. Drei der vier Quantenzahlen des Atoms sind der dynamische Ausdruck des polaren Prinzips: Die Energie beschreibt die radiale Dynamik, die Bahnquantenzahl die Bahndynamik, die magnetische Quantenzahl die Neigung zur Bahnebene und der Spin die Eigendrehung.

Das polare Prinzip gilt aber auch bei Bewegungen, die nicht einer Zentralkraft unterliegen wie die Verdrehungen von Molekülteilen relativ zueinander oder die Bewegung der Elektronen in einem ringförmigen Molekül wie Benzol. Statt einer Zentralkraft wirkt hier eine ringförmige axialen Kraft, die sich aber durch Selbstkopplung aus der Zentralkraft ableitet, wie der Chemiker H. Hartmann gezeigt hat (Hartmann-Potential).

Auch die konzertierte Reaktionsdynamik im Übergangszustand, z.B. unter dem Einfluss eines Katalysators, wird durch das polare Prinzip bestimmt. Es gilt hier die 1965 von R.B. Woodward und R. Hoffmann erstmals formulierte Regel, dass bei Reaktionen mit zyklischen Übergangszuständen die Orbitalsymmetrie erhalten bleibt, wobei auch die Richtungsabhängigkeit der Wellenfunktion (das Vorzeichen) berücksichtigt wird.

Dazu gibt es in den Puranas die Veranschaulichung als Rasa Lila. Shri Krishna als Repräsentant des Veda, wirkt als Katalysator für die zyklische Dynamik der evolutionären Impulse in seinem Umfeld entsprechend wie die DNA für die Zellzyklen.

Bei Transformationen ist die Wirkung des Veda immer eine katalytische.

Regulationsfunktion der Planeten

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Himmelskörper des Sonnensystems (Graha)
Sonne, Mond und Polarstern sind als Vedische Prinzipien für alle Strukturen und Funktionen vom Universum bis zum Atom verantwortlich. Bestimmte naturgegebene Kräfte kontrollieren dabei das Zusammenwirken dieser drei Vedischen Prinzipien. Die Aufgabe solcher Kontrollkräfte ist es, die Beziehung zwischen Geometrie (Mond) und Dynamik (Sonne) genauer festzulegen.

Der Veda bezeichnet diese „geometrodynamischen“ Bestimmungsgrößen des Verhaltens als Grahas (was wörtlich „kontrollieren“ bedeutet). Dabei ist es üblich, Sonne und Mond als Grenzfälle unter die Grahas einzureihen. Das ergibt eine Charakterisierung des für das Verhalten der Materie verantwortlichen elektromagnetischen Feldes (Jyotish) durch sieben bzw. neun universelle Größen.

In der Quantenchemie haben die sogenannten Nebenquantenzahlen die Funktion Geometrie (Magnetquantenzahlen) und Energie (Hauptquantenzahlen) miteinander zu verbinden und auf diese Weise das Bindungsverhalten zu bestimmen. Vereinfacht ausgedrückt: Die Nebenquantenzahlen spezifizieren die Form der Orbitale. Chemische Bindungen entstehen, wenn sich Orbitale durchdringen.

In der Himmelsmechanik erfüllen die Planeten diese Kontrollfunktion. Planeten beschreiben elliptische Bahnen, die alle in einer Ebene um die Sonne verlaufen. Ellipsen haben zwei Bestimmungsgrößen, die Hauptachse und die Nebenachse, die dem energiebezogenen und geometriegezogenen Aspekt der Planetenbahnen entsprechen. Wie bereits J. Kepler erkannte, lassen sich die Energieunterschiede der Planetenbahnen angenähert durch die fünf Platonischen Körper geometrisieren, wobei die Sequenz Oktaeder, Ikosaeder, Dodekeder, Tetraeder und Hexaeder, ungefähr den Bahnabständen der Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn entspricht. Bezogen auf die Erdbahn gibt es also innere und äußere Planeten.

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Abbildung: Platonische Körper: Tetraeder, Hexaeder, Oktaeder, Dodekaeder und Ikosaeder

Die geometriebedingte Aufspaltung der Energiezustände eines Atoms folgt einem ähnlichen Muster. Diejenige Geometrie, die keine Aufspaltung bewirkt (Ikosaeder), spielt chemisch die Rolle des Referenzsystems. Die oktaedrische Energie-Aufspaltung ist dabei entgegengesetzt zum Aufspaltungsmuster der Tetraeder- und der Hexaeder-Geometrie. Ferner ist die oktaedrische Energieaufspaltung im allgemeinen größer als die tetraedrische, führt also zu einer stabileren Koordination.

Diese Analogien weisen auf ein Korrespondenz-Prinzip:

Die Verhaltensregulation durch geometriebestimmte Energie-Lücken im atomaren Bereich korreliert mit der Kontrollfunktion der Planeten in der Himmelsmechanik.

Himmelskörper Geometrie Energie-Lücken Atom
Platonische Körper Quanten-Zahlen
Sonne
Gravitationsfeld
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Kraftfeldzentrum
Hauptquantenzahlen:
Schichtenstruktur
Atomkern
Elektrostatisches Feld
Mond
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Magnetfeld-Reflexion
Magnetische Quantenzahlen
Elektronensystem
Merkur
Schwaches Magnetfeld
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Oktaeder-Innenkugel:
Merkur-Bahn
Bahnquantenzahlen
Oktaedrische Liganden-Konstellation
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& Merkur hat Magnetfeld & magnetische Quantenzahlen
Venus
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Oktaeder-Außenkugel:
Venus-Bahn
Bahnquantenzahl
Oktaedrische Liganden-Konstellation
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Venus hat keinen Mond
Erde
Starkes Magnetfeld
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Ikosaeder-Außenkugel:
Erd-Bahn
Alle Quantenzahlen
Grundzustand
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Erde hat einen Mond,
Erde hat Eigenrotation
Mars
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Tetraeder-Innenkugel:
Mars-Bahn
Bahnquantenzahlen
Tetraedrische Liganden-Konstellation
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Keine regulären Monde
Jupiter
Starkes Magnetfeld
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Tetraeder-Außenkugel:
Jupiter-Bahn
Bahnquantenzahlen
Teraedrische Liganden-Konstellation
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& acht reguläre Monde & magnetische Quantenzahlen
Saturn
Starkes Magnetfeld
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Hexaeder-Außenkugel:
Saturn-Bahn
Bahnquantenzahlen
Hexaederische Liganden-Konstellation
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& acht reguläre Monde & magnetische Quantenzahlen


Symmetrie als Grundlage des irdischen Lebens
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Die Tatsache, dass die Ikosaeder-Symmetrie die Rolle des Referenzsystems bei der Regulationsfunktion durch geometrie-bestimmte Energie-Lücken (Planeten) spielt, bedarf der Erläuterung, denn die Frage stellt sich, wo diese Symmetrie in der Chemie und im Veda auftaucht.

1. Transformation der Erscheinungsform

In der Chemie findet sich die Ikosaeder-Symmetrie vor allem bei den Fullerenen. Ihr Bauprinzip entspricht den von ihrem Namensgeber R. Buckminster Fuller konstruierten geodätischen Kuppeln. Das am besten erforschte Fulleren (buckyball) ist ein Molekül aus 60 Kohlenstoffatomen, die eine Struktur aus 12 Fünfecken und 20 Sechsecken bilden, also ein abgestumpftes Ikosaeder. Da ein Fußball die gleiche Struktur hat, wird es auch Fußballmolekül genannt. Es ist das „rundeste aller runden Moleküle“ und hat die höchste Symmetrie, die es im dreidimensionalen Euklidischen Raum gibt.

Foto: © Eberhard von Nellenburg
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Geodätische Kuppel (von Richard Buckminster Fuller für die Weltausstellung 1967 entworfener Pavillon)
Fullerene sind eng verwandt mit Graphen. Dieses dünnste und stabilste Material der Welt ist eine Modifikationen des Kohlenstoffs, bei der die Kohlenstoff-Atome eine monomolekulare Schicht mit hexagonaler Struktur bilden. Das Aufbauprinzip der Fullerene ergibt sich aus dem synergetischen Grundprinzip (Eulerscher Polyedersatz), wonach für jedes geschlossene Netzwerk aus n Sechsringen genau 12 Fünfringe erforderlich sind. Das π-Elektronensystem ikosahedraler Fullerene kann als kugelsymmetrisches Elektronengas beschrieben werden. Die Energiezustände dieses Systems werden durch die Bahndrehimpulsquantenzahlen charakterisiert und sind damit zu den Atomorbitalen analog.

Das abgestumpfte Ikosaeder aus Kohlenstoff-Atomen verwandelt also die räumliche elektronische Struktur der Atome in die ebene elektronische Struktur der Kohlenstoff-Moleküle. Das entspricht der Vedischen Korrespondenz von innerer Dynamik und äusserem Habitus (Form) und ist der Grund, warum das abgestumpfte Ikosaeder hier als Symbol für die gesamte Vedische Chemie benutzt wird.

Nur der Kohlenstoff, kein anderes chemisches Element, kann die unbegrenzte formbildende innere Eigendynamik (Veda) des Atomkerns über die Energie-Lücken-Struktur des Elektronensystems als unerschöpfliche Vielfalt stabiler ebener Moleküle ausdrücken. Wegen dieser einzigartigen Transformationskraft sind der Kohlenstoff und seine Verbindungen die materielle Grundlage für das Lebens auf der Erdoberfläche.

2. Nahordnung durch Selbst-Bezug

Während der Kohlenstoff die Grundlage für die strukturelle Flexibilität des irdischen Lebens ist, repräsentiert das Element Bor die Fähigkeit der Materie ihre unmittelbare Umgebung zu ordnen. Was beim Kohlenstoff das abgestumpfte Ikosaeder, das ist beim Bor das reguläre Ikosaeder. Die Ikosaeder-Symmetrie verbietet aufgrund ihrer fünfzähligen Symmetrieachse (Drehachse) die periodische, langreichweitige Ordnung, wie sie für kristalline Festkörper typisch ist, aber sie begünstigt die Nahordnung. Als Nahordnung bezeichnet man die Geordnetheit kleiner Gruppen von Atomen in einem atomaren Kollektiv. Nahordnung ist typisch für Flüssigkeiten (auch Flüssigkristalle) und amorphe Festkörper (z.B. Glas). In einer Gesamtheit gleichartiger kugelförmiger Atome geht die ikosaedrische Nahordnung von einem dieser Atome als Zentrum aus und bildet als erste Schale eine symmetrische, dicht gepackte Umgebung aus 12 Nachbarn. Die dichte Packung eines solchen Koordinationspolyeders kann sich dann schichtweise in alle Richtungen fortsetzten. In der Biologie benutzen z.B. Viren solche ikosaedrische Schichtenbildungen, um ihr genetisches Material durch Proteinhüllen zu schützen (ikosaedrische Capside). Nahordnung hat also eine lokale Schutzfunktion. Auch um Hohlräume können sich solche symmetrischen, dicht gepackten Umgebungen ausbilden. In diesem Fall ist die Ikosaedersymmetrie ebenfalls die ökonomischste, weil energetisch begünstigt.

Dass das Auftreten der Ikoseader-Struktur typisch für den flüssigen Aggregatzustand ist, wurde bereits in der Antike von Platon erkannt. Die moderne Wasserforschung erklärt die besonderen Eigenschaften des Wassers u.a. durch ein fluktuierendes Netzwerk mit lokaler Ikosaedersymmetrie. Ikosaedrische Cluster bilden sich auch immer in Schmelzen von Metallen und Legierungen wegen der ungerichteten Natur der metallischen Bindung. Bei gerichteter Bindung (Nichtmetalle, Silizium) gibt es in der Regel keine ikosaedrische Nahordnung.

Damit sich Kristalle bilden können muss die Energie-Barriere überwunden werden, die die hochsymmetrische ikosaedrische Nahordnung von der kristallinen Fernordnung mit 2-, 3-, 4- und 6-zähliger Symmetrieachse (kubisch, hexagonal etc.) trennt; dazu muss eine Aktivierungsenergie aufgebracht werden.

Beim Element Bor entsteht bei hohem Druck ein superharter Zustand, in dem die Bor-Atome zwei unterschiedliche Formen, so genannte Nanocluster bilden. Einerseits formen sich Ikosaeder aus zwölf Atomen, andererseits Hanteln aus zwei Atomen. Die beiden Nanocluster sind im superharten Bor-Kristall so angeordnet, wie beispielsweise die Natrium- und Chloratome im Kochsalz. Auf diese Weise geht Bor eine Ionenbindung mit sich selbst ein.

Durch seinen ausgeprägten ikosaedrischen Nahordnungs-Effekt repräsentiert das Element Bor die ordnende Funktion des Selbst-Bezugs, in dessen Umgebung ungeordnete Tendenzen verschwinden. Dieses zentrale Vedische Prinzip wird in den Yoga-Sutras formuliert.

Die antivirale und antibakterielle Wirkung wässiger Lösungen von Borsäure (Borwasser) ist die Folge der besonderen Natur der Clusterbildung des Bor, ebenso wie die anti-tumorale, zellwandstärkende und immunstimulierende Wirkung.

3. Fernordnung durch Dynamisierung der Lücken

Die ikosaedrischen Cluster mit ihrer fünfzähligen Symmetrieachse haben kleine Lücken (gaps) in den Cluster-Schalen. Diese Lücken werden mit zunehmender Ausdehnung des Clusters größer. Die dadurch bedingte räumliche Begrenzung der ikosaedrischen Ordnung kann durch Bildung von ikosaedrischen Phasen, den sogenannten ikosaedrisches Quasikristallen, überwunden werden, welche sowohl eine hohe lokale Packungsdichte als auch eine Fernordnung aufweisen. Dies ist dadurch möglich, dass die zum Ikosaeder duale Symmetrie des Dodekaeders wirksam wird.

Während die Ikoseader-Ordnung ihren Ausgangspunkt im Lokalen hat und von da aus expandiert, ist die Dodekaeder-Symmetrie immer umfassend (global) und erlaubt lokale Asymmetrie. Das Pentagon-Dodekaeder mit 12 Fünfeckflächen (Pentagone) ist das Polyeder mit der größten Rundheit.

Das Dodekaeder ist keine selbst-stabilisierte Struktur, besitzt aber wie das Ikosaeder eine fünfzählige Symmetrie. Dodekaeder und Ikosaeder sind dual zueinander, d.h. die Seitenmitten eines Dodekaeders spannen ein Ikosaeder auf und die Seitenmitten eines Ikosaeders spannen ein Dodekaeder auf. Das Ikosaeder hat zwölf Ecken und das Dodekaeder zwölf Flächen. Die Atome sind immer an den Ecken (Vertices) platziert. Die Umkugel des Dodekaeders und Inkugel des Ikosaeders fallen zusammen.

Die langreichweitige Ordnung der Atome eines Quasikristalls ergibt sich dann aus einer hierarchischen Struktur der Cluster mit Dodekaeder- und Ikosaeder-Schichten im Wechsel. Die kleinsten Struktureinheiten bestehen aus einem Zentralatom, umgeben von der inneren Schale in Form eines Dodekaeders, einer mittleren Schale aus einem Ikosaeder und der äußeren Schale als Ikosidodekaeder. Diese kleinen hierarchischen Cluster dienen dann einer - um einen bestimmten Faktor - größeren Struktur als Bausteine, welche wiederum die Bauelemente einer um den gleichen Faktor größeren Struktur bilden usw. Der Vergrößerungsfaktor wird vom Goldenen Schnitt bestimmt. Dieses selbst-ähnliche Aufbauprinzip ergibt eine quasikristalline ikosaedrische Struktur mit perfekter Fernordnung (d.h. mit scharfen punktförmigen Reflexen in den Beugungsbildern).

Quasikristalle verblüffen mit physikalischen Eigenschaften, die keine andere Materialklasse aufweist. Mit einer hohen Härte und Elastizität besitzen Quasikristalle technisch interessante mechanische Eigenschaften. Hinzu kommt, im Gegensatz zu periodischen Kristallen, eine unerwartet hohe plastische Verformbarkeit, weil Mikrorisse sich aufgrund der Gitterstruktur nicht zu einem großen Riss vereinigen können. Auch nimmt die elektrische Leitfähigkeit mit steigender Temperatur zu statt ab, wie bei gewöhnlichen periodischen Metallstrukturen.

Die Expansion der lokalen ikosaedrischen Ordnung zur nicht-periodischen aber perfekten Fernordnung ist das Ergebnis der Dodekaeder-Symmetrie, die die Struktur-Lücken zu einem integrierten Bestandteil der Gesamtordnung macht. Diese organisierende Kraft der Lücken wird im Veda als Brahmana bezeichnet. Die ganze Vedische Chemie ist nicht anderes als die Nutzung der grundlegenden Organisationskraft der Lücken (Gaps, Zwischenbereiche, Übergangszustände).

Zusammenfassung: Theorie und Praxis der Vedischen Chemie

Anhand dreier Vedischer Strukturen – Sonne, Mond, Polarstern – wurde die kosmische Reichweite der Vedischen Chemie verdeutlicht. Parallelen zu den Erkenntnissen der Quantenchemie bestätigen die chemische Gültigkeit der Vedischen Prinzipien. Wie die gesamte Vedische Wissenschaft kann die Vedische Chemie in sieben Bereiche eingeteilt werden:

Bereich Gegenstand Beispiel
Smriti Lücke zwischen klassischer und quantenmechanischer Realität Erinnerung, Regulation, Reinigungsprozesse
Purana Lücke (s.o.) klassisch gesehen

Ewige Gesetzmäßigkeiten, Rasa Lila
Itihasa Lücke (s.o.) quantenmechanisch gesehen Ich-heit, Quirlen des Milchozeans
Upaveda Rein klassische Betrachtung Langlebigkeit der Physiologie (Ayurveda)
Upanga Klassische Realität quantenmechanisch gesehen Erkenntnismittel (Nyaya, Vaisheshika, Sankya, Yoga, Mimansa)
Vedanga Quantenmechanische Realität klassisch gesehen Ausdrucksformen der Wissens (Jyotish)
Veda Rein quantenmechanische Betrachtung Reines Wissen (z.B. Soma Mandala)

Die Reihenfolge der Bereiche der Vedischen Chemie beginnt mit dem Wissen von der Lücke zwischen quantenmechanischer und klassischer Realität, dem Bereich der Erinnerung (Smriti).

Der Transformationsmechanismus im Übergangsbereich ist die Grundlage für jede intellektuell-sprachliche Darstellung der Chemie. Ursprung der Transformationsdynamik ist die Eigendynamik des Bewusstseins. Alles Verhalten der Materie ist deshalb aus der Sicht der Vedischen Chemie ein Ausdruck der Selbst-Wechselwirkung des Bewusstseins also des Veda.

Dr. Bernd ZeigerDr. Bernd Zeiger ist Chemiker und übt seit seinem Studium die Transzendentale Meditation aus. Seine Gedanken zur Vedischen Chemie versteht er als eine Verbindung der Erkenntnisse des theoretischen Chemikers Prof. Dr. Hartmann (seinem Doktorvater) mit der von Maharishi Mahesh Yogi erneuerten Vedischen Wissenschaft.

Ausführliche Vita von Dr. Zeiger in MySpace




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Jyotish

Jyotish ist die Vedische Astrologie, eine exakte Wissenschaft von Zeit und Raum, deren Ziel es ist, Licht in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu bringen.

 

 

Gandharva-Veda

Gandharva-Veda ist die klassische Musik der Vedischen Hochkultur. Sie ist die ewige Musik der Natur, deren Rhythmen sie widerspiegelt.

 


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