Anmeldungen von Genmais-Anbau 2009 sind rückläufig

Hubert Weiger: „Deutschland bietet keinen Markt für gentechnisch verändertes Saatgut“

Berlin - Drei Monate vor der Maissaussaat haben deutsche Landwirte dem Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) 3700 Hektar Anbauflächen für gentechnisch veränderten Mais gemeldet. Das sind 800 Hektar weniger als im Vorjahr. Dazu erklärt Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Der Rückgang bei den gemeldeten Anbauflächen für den Genmais Mon 810 zeigt, dass es in Deutschland keinen Markt für gentechnisch verändertes Saatgut gibt. Nur wenige landwirtschaftliche Betriebe bauen den umstrittenen Genmais überhaupt an. In fünf europäischen Ländern, darunter Österreich, Frankreich und Polen, ist Mon 810 bereits verboten, weil das in die Gentech-Pflanze eingebaute Insektizid auch nützliche Insekten, wie Schmetterlinge, gefährdet. Wir fordern Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf, endlich ihrer Verantwortung gegenüber Umwelt und Verbrauchern gerecht zu werden und sich für ein Verbot von Mon 810 einzusetzen.“

2008 wurden bis Mitte Februar 4500 Hektar Genmaisfläche zum Anbau angemeldet, tatsächlich angebaut wurden nur 3173 Hektar. Das entsprach einem Genmais-Anteil von gerade mal 0,15 Prozent an der gesamten Maisfläche in Deutschland mit einer Größe von insgesamt rund zwei Millionen Hektar.

„Die meisten Bauern wissen, dass sie durch die marktbeherrschende Stellung der großen Gentech-Konzerne Monsanto, Pioneer und Kleinwanzlebener Saatzucht AG (KWS) in eine unnötige Abhängigkeit geraten, die ihnen teuer zu stehen kommen kann. Denn das gentechnisch veränderte Saatgut ist unter Patentschutz und muss deshalb jedes Jahr neu erworben werden. Die Praxis zeigt, dass versierte Landwirte den Schädling Maiszünsler auch ohne Gentechnik abwehren können.“

Quelle: BUND


Dieser Artikel wurde am 25.02.2009 im Vedamagazin veröffentlicht.
Themenportal Ayurveda: Das uralte Vedische GesundheitssystemThemenportal Meditation: Der Vedische Weg zur ErleuchtungThemenportal Vastu: Die Vedische Architektur Sthapatya-VedaThemenportal Jyotish: Die Vedische Astrologie
oder
Nächster Halbmond (zunehmend): 3. Mai
GandharvaPlayer: Indische Musik
E-Grußkarten-Auswahl, Zufallsbild:
Vedamagazin E-Grußkarten
Weisheit des Augenblicks
Willst du immer weiter schweifen? / Sieh das Gute liegt so nah! / Lerne nur das Glück ergreifen, / denn das Glück ist immer da. - Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), Universalgelehrter und Dichter

 

Gandharva-Veda

Gandharva-Veda ist die klassische Musik der Vedischen Hochkultur. Sie ist die ewige Musik der Natur, deren Rhythmen sie widerspiegelt.

 


Internetadresse dieser Seite: http://www.www.vedamagazin.de/news/819/52/Anmeldungen+von+Genmais-Anbau+2009+sind+r%C3%BCckl%C3%A4ufig/
 nicht klicken!