Prädikate schützen Weltkulturerbe des Essens

Slow Food prämiert regionale Bio-Lebensmittel

Peter Zipser, Arche Noah: „Es gilt, ein Weltkulturerbe des Essens zu verteidigen und zu sichern“. Gemeinsam mit Slow Food, Bio Austria wurden elf Lebensmittel aus Österreich präsentiert, die Teil der „Arche des Geschmacks“ sind. -
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Peter Zipser, Arche Noah: „Es gilt, ein Weltkulturerbe des Essens zu verteidigen und zu sichern“. Gemeinsam mit Slow Food, Bio Austria wurden elf Lebensmittel aus Österreich präsentiert, die Teil der „Arche des Geschmacks“ sind.
Wien - Seltene regional und biologisch produzierte Lebensmittel brauchen Maßnahmen, die sie vor dem Verschwinden schützen. Mit dieser Absicht prämierte die "Arche des Geschmacks", ein internationales Projekt der Slow Food Stiftung für Biologische Vielfalt, am Donnerstag in Wien erstmals elf österreichische Produkte. "Es gilt, ein Weltkulturerbe des Essens zu verteidigen und zu sichern", betont Peter Zipser von der österreichischen Arche-Kommission, die Produkte überprüft und beim internationalen Arche-Verband nominiert. Die Kriterien für diesen Vorschlag sind streng. "Das Produkt muss in Geschmack und Herstellung regional verankert sein sowie nachhaltig, artgerecht und gentechnikfrei in Bio-Produktion auf nicht-industrielle Weise hergestellt werden. Darüber hinaus entscheidet außergewöhnlicher Geschmack und seltenes Vorkommen über die Nominierung", so Zipser.

Slow Food, ein 1989 von einem italienischen Gourmet gegründete Initiative, will lokale Esskulturen und traditionelles Lebensmittelhandwerk schützen. Dadurch soll die Vielfalt und Qualität der Produkte sowie die faire Entlohnung der Erzeuger sicher gestellt werden. Dadurch wird die gesellschaftliche Komponente des Genusses ins Bewusstsein gerückt. "Einkauf ist ein politischer Akt" betont Barbara van Melle, Präsidentin von Slow Food Wien , im pressetext-Interview. "Es geht stets um die Frage, welches System unterstütze ich. Entweder ich kaufe Lebensmittel, die in Zellophan verpackt, mit Zusatzstoffen versehen und auf fragwürdige Weise produziert werden. Oder ich setze auf offen angebotene Regionalprodukte, deren Wertschöpfungskette ich fördern will."

Van Melle beobachtet ein wachsendes Bewusstsein für Produkte aus dem Slow-Food-Bereich, wobei jedoch auch die gegenteilige Strömung erkennbar sei. "Ein Teil der Gesellschaft achtet nur darauf, in welchem Diskonter es noch billiger geht, während der andere Teil den Geschmack in den Vordergrund stellt", so die Slow-Food-Botschafterin. Für den Konsum von Slow Food spiele weniger das Einkommen, sondern das Bewusstsein eine Rolle. "Wenn Kinder nicht mehr wissen, wie etwa ein sonnengereiftes, frisch gepflücktes Obst schmeckt, oder wenn zuhause nicht mehr gekocht wird, geht viel verloren. Luxus bedeutet nicht, Kaviar und Hummer zu essen, sondern das, was vor Ort vorhanden ist." Die Wahl der Lebensmittel sei dabei eine Frage der Priorität. "Menschen kaufen sich um 50.000 Euro ein Auto, jammern jedoch um eine Erhöhung des Brotpreises."

Unter den elf Produkten, die soeben in Österreich ausgezeichnet wurden, befinden sich Safran und Pfirsiche aus der Wachau, Knoblauch aus dem Kamptal, Roggen aus dem Lungau, eine Maisart und Bergkäse aus Vorarlberg, eine Hühnerart aus der Südsteiermark, eine Radieschenknolle sowie ein Graukäse aus dem Innviertel. Auch die Region Wien ist mit einer Baumart und einer gemischten Weinsorte vertreten. Die Produkte sind im lokalen Vertrieb sowie auf vielfalt.com erhältlich. In Deutschland gibt es 28 derartige Produkte, deren Anerkennung jedoch über mehr Stufen verläuft als in Österreich.

Quelle: Pressetext


Dieser Artikel wurde am 27.02.2009 im Vedamagazin veröffentlicht.
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