Inder gegen Versteigerung von Gandhi-Erinnerungsstücken

Fonds zum Rückkauf des nationalen historischen Erbes gegründet

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Neu Delhi/New York - Am 5. März werden in New York beim Auktionshaus Antiquorum Auctioneers persönliche Stücke von Mahatma Gandhi zur Versteigerung kommen. Zum Verkauf stehen unter anderem die berühmte runde Nickelbrille, die Sandalen, seine silberne Taschenuhr sowie sein Essgeschirr. Zwischen 20.000 und 30.000 Dollar sollen die Stücke bringen. Doch nun regt sich in Indien Widerstand gegen den Verkauf. Unter anderem will Gandhis Urenkel Thushar Gandhi die persönlichen Stücke zurückkaufen, um sie in Indien zu behalten. Bis 2. März läuft die Spendenaktion über die Bank of Baroda in Mumbai. Auch indische Parlamentsabgeordnete forderten, dass die Objekte in Indien öffentlich ausgestellt werden müssten.

Jedes der Stücke habe eine eigene Geschichte, schreibt Thushar in einer Aussendung. Die Zenith-Uhr war ein Geschenk von Indira Nehru, die Gandhi sehr nahe stand. Nach der Ermordung von Gandhi wurde die Uhr gemeinsam mit der Essschale und dem Teller von Gandhis Großnichte Abha und dem Großneffen Kanu bis zu deren Ableben verwahrt. Die Essschale und der Teller waren die Gefäße, aus denen Gandhi am 30. Jänner 1948 nur wenige Minuten vor seinem Tod seine letzte Mahlzeit genommen hatte, die ihm von Abha serviert wurde.

Auch die Brille Gandhis hat eine sehr bewegte Geschichte: Nawab von Junagadh, ein hoher indischer Offizier, bat Gandhi um etwas, was seine Inspiration heben sollte. Gandhi gab ihm die Brille und sagte, dass er den Traum eines freien Indien, in dem alle gleich waren, durch diese Brille gesehen habe. "Ich gebe dir meine Augen, die dir helfen sollen dieses Indien auch zu sehen", soll Gandhi gesagt haben. Bis zu seinem Tod soll der Offizier diese Brille, die anschließend von seinem Enkel zum Verkauf freigegeben hat, behalten haben. Gandhis Sandalen, die von ihm selbst gefertigt wurden, waren ein Geschenk an einen britischen Soldaten in Aden, der Gandhi fotografiert hatte. Auch dieses Stück wurden von den Nachfahren des Soldaten zum Verkauf freigegeben.

Der Verkauf müsse unter allen Umständen verhindert werden, schreibt Thushar. "Aus diesen Erinnerungen sollte kein Geschäft gemacht werden", meint der Urenkel. Vielmehr gehören die persönlichen Gegenstände entweder ins Sabarmati Ashram in Ahmedabad oder ins Gandhi National Museum in Dehli. Dort sollen diese ausgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. "Zu diesem Zweck haben wir ein Bankkonto eröffnet, das bei der Bank of Baroda unter dem Namen Thushar Gandhi A/c Mahatma Gandhi Auction Fund eingerichtet wurde. Sollte die Auktion nicht zum Gunsten von uns ausgehen oder zu viel an Geld überwiesen werden, werden wir das Geld zurücküberweisen", schreibt Tushar Gandhi.

Quelle: Pressetext


Dieser Artikel wurde am 27.02.2009 im Vedamagazin veröffentlicht.
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