EU-Abstimmung: „Deutschland muss gegen Genmais stimmen“

Offener Brief an Bundeskanzlerin Merkel: BUND fordert klare Positionierung gegen den Anbau

Berlin - In einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) von der deutschen Regierung eine klare Positionierung gegen den Anbau des Gentechnik-Maises Mon 810 gefordert. Wenn am kommenden Montag der EU-Umweltministerrat über die Aufhebung der nationalen Anbauverbote des Monsanto-Maises in Ungarn und Österreich abstimme, werde sich nach Auffassung des BUND zeigen, ob die Bekenntnisse deutscher Regierungsvertreter für eine gentechnikfreie Landwirtschaft mehr als nur schöne Worte seien. An der Brüsseler Abstimmung wird Umweltminister Sigmar Gabriel teilnehmen.

In dem Brief an Merkel warnt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger, eine Aufhebung des Anbauverbotes in Ungarn und Österreich wäre „eine Missachtung der großen Mehrheit der Bevölkerung in der EU, die gentechnikfreie Lebensmittel verlangt. Sowohl die Regierungen als auch die Bevölkerung beider Länder würden eine Unterstützung Deutschlands für die Aufhebung ihrer Anbauverbote als Affront werten. Entscheiden Sie dabei auch im Sinne der Mehrheit in Deutschland, die Gentechnik auf dem Acker und Teller ablehnt.“

In der zurückliegenden Woche hatten sowohl Agrarministerin Ilse Aigner als auch Gabriel ihre ablehnende Haltung gegenüber einem Anbau von Mon 810 in Deutschland deutlich werden lassen. Nur wenn auf europäischer Ebene eine qualifizierte Mehrheit für ein Anbauverbot zustande kommt, bleibt die Aussaat dieses Maises in Ungarn und Österreich verboten. Dazu sind jedoch die Stimmen Deutschlands erforderlich. Nach BUND-Informationen drückt sich die Bundesregierung bei diesem Thema bisher um eine Entscheidung, weil zwischen Forschungsministerin Annette Schavan und Bundeskanzlerin Merkel einerseits und Aigner und Gabriel andererseits Uneinigkeit besteht. Erstere gelten als eher „gentechnikfreundlich“ und wollen das Anbauverbot kippen. Eine Enthaltung Deutschlands bei der Brüsseler Abstimmung würde als "Ja" gelten und eine Aufhebung des Verbots wahrscheinlicher machen.

Heike Moldenhauer, Gentechnikexpertin des BUND: "Eine Verlängerung der Genehmigung für Mon 810, die nach EU-Recht alle zehn Jahre ansteht, ist seit 2008 überfällig. Solange das Wiederzulassungsverfahren nicht abgeschlossen ist, ist auch die Unbedenklichkeit des Gentech-Maises für Mensch und Umwelt nicht bestätigt. Außer Ungarn und Österreich haben auch Griechenland und Frankreich den Anbau des Mon 810 unter Berufung auf die Schutzklausel der EU-Freisetzungsrichtlinie untersagt. Ein de-facto-Anbauverbot für diesen Gentech-Mais besteht ebenso in Italien und Polen. Das alles zeigt, wie groß der Widerstand der Europäer gegen den bedenklichen Monsanto-Mais bereits ist."

Hier finden Sie den Offenen Brief des BUND an Bundeskanzlerin Merkel zum Mon 810-Anbauverbot

Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)


Dieser Artikel wurde am 27.02.2009 im Vedamagazin veröffentlicht.
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