Versteigerung von Gandhi-Memorabilia endet im Chaos

Indischer Geschäftsmann erwirbt Gegenstände für sein Heimatland

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New York/London (pte) - Die angekündigte Versteigerung von Erinnerungsstücken des indischen Freiheitshelden Mahatma Gandhi hatte bereits im Vorfeld für heftige Kontroversen gesorgt. Die indische Regierung und Gandhis Urenkel hatten gefordert, den Verkauf der privaten Gegenstände zu stoppen. Nach Angaben von BBC wurde die Versteigerung allerdings dennoch durchgeführt. Der indische Milliardär und Vorsitzende der United Breweries, Vijay Mallya, hat für 1,8 Mio. Dollar die fünf Gegenstände erworben. Der Vertreter Mallyas, Toni Bedi, hatte angekündigt, dass die Sammlerstücke wahrscheinlich zurück nach Indien kommen werden. Während der Auktion in New York herrschte großer Andrang.

Zahlreiche TV-Teams waren bei der Versteigerung anwesend und interviewten auch den Einlieferer der Gegenstände, den Pazifisten und Gandhi-Fan James Otis aus Kalifornien. Hätte er im Vorfeld gewusst, zu welchem Medienhype diese Auktion führen werde, hätte er die ganze Sache abgeblasen, meinte Otis. Er hoffe, dass die Sache im Sinne Gandhis ablaufe und die Gegenstände nicht in einem "Trophäenschrank" landen würden. Unter den Bietern waren auch zahlreiche andere sehr wohlhabende indische Geschäftsleute. Unter den Hammer kamen unter anderem die runden Nickelbrillen, Gandhis selbst hergestellte Sandalen, seine Taschenuhr sowie die Essschale aus der der Freiheitskämpfer sein letztes Mahl kurz vor seiner Ermordung 1948 zu sich genommen hatte.

Erleichtert über den Ausgang der Auktion zeigte sich der Ur-Enkel Gandhis, Tushar Gandhi. Er hatte im Vorfeld versucht, mit Hilfe von Spenden die Gegenstände zurückzukaufen, um sie in einem Museum auszustellen. "Diese Gegenstände gehören nach Indien", so der 47-jährige Leiter der Mahatma-Gandhi-Stiftung in Mumbai. Jedes der Stücke habe eine eigene Geschichte, betonte Tushar. "Aus diesen Erinnerungen sollte kein Geschäft gemacht werden."

Für die Regierung in Indien sind die Devotionalien des Freiheitskämpfers von unschätzbarem Wert - einerseits als Kulturgut andererseits als Erinnerung an Indiens Kampf gegen die britischen Kolonialherren. Auf die Frage, ob die Gegenstände tatsächlich 1,8 Mio. Dollar wert sind, antwortete Bedi. "Natürlich. Sie sind sogar noch viel wertvoller. Bedenkt man die Leistungen, die Gandhi vollbracht hat und jene die er gelehrt hat, kommt man auf viel höhere Summen."

Quelle: Pressetext


Dieser Artikel wurde am 06.03.2009 im Vedamagazin veröffentlicht.
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