Greenpeace in Frankreich offenbar systematisch ausspioniert

Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe gegen französischen Energiekonzern

Hamburg / Paris - Das französische Greenpeace-Büro ist anscheinend systematisch von Mitarbeitern des Energiekonzerns Électricité de France (EDF) ausspioniert worden. Gegen zwei hochrangige EDF-Beamte ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft in Paris. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, illegal in Greenpeace-Computer eingedrungen zu sein, und Daten ausspioniert zu haben. Greenpeace verurteilte die Angriffe und forderte die deutsche EDF-Tochter Energie Baden-Württemberg (EnBW) auf, sich von dem Vorgehen ihrer Muttergesellschaft zu distanzieren.

"Wir sind bestürzt darüber, dass Greenpeace in Frankreich offenbar systematisch bespitzelt worden ist", sagt Thomas Breuer, Leiter des Energiebereichs von Greenpeace Deutschland. "EDF versucht anscheinend, über illegale Methoden seine schärfsten Gegner auszuschalten. Damit tritt der Konzern nicht nur Greenpeace, sondern auch demokratische Grundwerte mit Füßen."

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hat EDF bestätigt, dass bereits Büroräume des Konzerns von der Staatsanwaltschaft durchsucht wurden. Der ehemalige Kampagnen-Leiter von Greenpeace Frankreich, Yannick Jadot, gab seine Aussage zu Protokoll.

Seit Jahren arbeitet Greenpeace gegen das Vorhaben von EDF, in Flamenville das erste Atomkraftwerk in Frankreich seit 18 Jahren zu bauen. Greenpeace kritisiert dabei unter anderem den unverantwortlichen Umgang von EDF mit der Risikotechnologie Atomkraft: vom Betrieb der störfallgeplagten Atommeiler über die radioaktiven Verseuchungen durch die Wiederaufarbeitungsanlage von La Hague bis hin zum Bau des neuen Atomreaktors in Flamenville.

"Statt sich demokratisch mit den Argumenten ihrer Kritiker wie Greenpeace auseinanderzusetzen, zieht EDF offenbar Stasi-Methoden vor", so Breuer. "Es ist erschreckend, dass in unserer Industriegesellschaft Großkonzerne es offensichtlich zunehmend für normal halten, ihre Mitarbeiter und zivilgesellschaftliche Organisationen auszuspionieren. Dem muss ein Riegel vorgeschoben werden."

Quelle: Greenpeace Deutschland


Dieser Artikel wurde am 07.04.2009 im Vedamagazin veröffentlicht.
Themenportal Ayurveda: Das uralte Vedische GesundheitssystemThemenportal Meditation: Der Vedische Weg zur ErleuchtungThemenportal Vastu: Die Vedische Architektur Sthapatya-VedaThemenportal Jyotish: Die Vedische Astrologie
oder
Nächster Halbmond (zunehmend): 27. Okt.
GandharvaPlayer: Indische Musik
E-Grußkarten-Auswahl, Zufallsbild:
Vedamagazin E-Grußkarten
Weisheit des Augenblicks
Wonach die Heiligen suchten, haben sie zuletzt gefunden. Es gibt keine Fragen mehr über das Leben, die sie stellen könnten. Sie haben den Eigenwillen ausgelöscht und leben in Frieden. Sie sehen den Herrn der Liebe in allem und dienen dem Herrn der Liebe überall. So sind sie mit ihm vereinigt für immer. - Mundaka Upanishad

 

Gandharva-Veda

Gandharva-Veda ist die klassische Musik der Vedischen Hochkultur. Sie ist die ewige Musik der Natur, deren Rhythmen sie widerspiegelt.

 


Internetadresse dieser Seite: http://www.www.vedamagazin.de/news/837/52/Greenpeace+in+Frankreich+offenbar+systematisch+ausspioniert/
 nicht klicken!