Gentechnik: „Menschen vor Konzerne stellen“

Zulassung von Genmais: Gentechnikgegener machen Druck auf Ministerin Schavan

Foto: Wikipedia Commons - © Yann Forget
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Inspektion eines französischen Genmaisfeldes
Bundesforschungsministerin Annette Schavan darf ein Nein der Bundesregierung zur EU-Zulassung der Genmais-Varianten Bt11 und 1507 im Interesse der Bürger nicht  blockieren. Dies forderte heute das Online-Netzwerk Campact mit einer Aktion vor dem von Schavan einberufenen "Runden Tisch Pflanzen-Gentechnik" in Berlin. Vor dem Konferenzgebäude thronte eine große Schavan-Figur zusammen mit Konzern-Vertretern auf einem Podest über versammelten Bürgern, die ein klares Votum Deutschlands gegen die Zulassung von Genmais in Brüssel einforderten.

"Ministerin Schavan kungelt abgehoben von den Bürgern mit den Gentechnik-Konzernen, die Genmais wieder auf unsere Felder bringen wollen. Doch die Menschen erwarten von Schavan, dass sie endlich ihre Interessen vertritt", so Stefanie Hundsdorfer von Campact. "Deutschland muss in Brüssel klar gegen die Zulassung von Genmais stimmen. Eine Enthaltung käme einer Zustimmung gleich!" Der EU-Ministerrat kann die Zulassung von Gen-Pflanzen durch die EU-Kommission nur mit einer qualifizierten Mehrheit von rund 74 Prozent Nein-Stimmen stoppen. Ohne die Stimmen Deutschlands sei diese Mehrheit kaum erreichbar.

"Die beiden zur Abstimmung stehenden Genmais-Varianten geben fast das gleiche Insektengift wie der Gen-Mais MON810 ab, den Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner aufgrund seiner Risiken im April verboten hat", erläutert Hundsdorfer. Zudem sei ihr Anbau an den Einsatz des Herbizids Glufosinat gekoppelt, das nach EU-Recht wegen seiner Schädlichkeit demnächst vom Markt genommen werden müsse. "Die Bundesregierung muss ihren vernünftigen Umgang mit den Risiken der Agro-Gentechnik nun konsequent fortsetzen - und nach MON810 auch den neuen Genmais-Pflanzen den Zutritt auf unsere Äcker verwehren."

Der EU-Umweltministerrat wird voraussichtlich am 25. Juni über die Zulassung der beiden Genmais-Varianten Bt11 und Bt1507 zum Anbau in Europa abstimmen. Bisher hat sich die Bundesregierung nicht auf eine Position geeinigt: Umweltminister Sigmar Gabriel und die federführende Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner äußern sich eher gentechnikkritisch, Forschungsministerin Schavan tritt für die Zulassungen ein. Bei der Vor-Abstimmung über die Zulassungen im Februar hatte sich die Bundesregierung enthalten. Die Zulassungen von Bt11 und 1507 wären die ersten Genehmigungen von gentechnisch veränderten Pflanzen zum kommerziellen Anbau in Europa seit 1998.

Quelle: Campact - Demokratie in Aktion


Dieser Artikel wurde am 20.05.2009 im Vedamagazin veröffentlicht.
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