BUND: "keine längeren Laufzeiten, Frau Merkel!"

Atomausstieg um kein Jota verzögern! BUND protestiert an Merkels Wahllokal

Berlin - Als Endpunkt einer Serie von Protestaktionen haben Aktivisten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Wahltag mit einer zwei Meter hohen "Atom-Ausstiegsuhr" vor dem Wahllokal von Angela Merkel in Berlin-Mitte gegen Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke demonstriert. "Endzeit für Atomkraftwerke - keine längeren Laufzeiten, Frau Merkel!" war auf einem mitgeführten Transparent der Umweltschützer zu lesen.

"Unsere Atomausstiegsuhr zeigt jene sieben Atomkraftwerke, die entsprechend der Vereinbarung zwischen den Energiekonzernen und der Bundesregierung in der jetzigen und in der nächsten Legislaturperiode stillgelegt werden sollten", sagte BUND-Sprecherin Katrin Riegger. "Das schleswig-holsteinische AKW Brunsbüttel, die Reaktoren Biblis A und B in Hessen und das AKW Neckarwestheim in Baden-Württemberg sollten ursprünglich bereits 2008 bzw. spätestens 2009 stillgelegt werden. Das bayerische AKW Isar 1 soll 2011 vom Netz gehen. 2012 sollen in Baden-Württemberg Philippsburg 1 und in Niedersachsen das AKW Unterweser folgen. Egal wie das Wahlergebnis aussieht, der Protest der Straße wird sich gegen jede Regierung richten, die den Atomausstieg auch nur um ein Jota verzögert."

Der BUND wirft Merkel vor, sich mit ihrem auch im Wahlkampf wiederholt vorgetragenen Plädoyer pro Atomkraft hinter jene Energieversorger zu stellen, die den Atomausstieg durch längere AKW-Stillstandszeiten hinauszögerten. Die Atomenergie bleibe eine Technologie unbeherrschbarer Risiken. Die ungeklärte Entsorgung des Strahlenabfalls und die mögliche Weiterverbreitung nuklearer Materialien vergrößerten die Gefahren zusätzlich. Hinzu komme, dass die meisten Atomkraftwerke nicht gegen Flugzeugabstürze oder Terrorattacken gesichert seien. Zudem könne niemand die gehäuft auftretenden Kinderleukämien im Umkreis fast aller Atomanlagen erklären.

"Allein schon deshalb eröffnen die Ankündigungen von CDU/CSU und FDP, nach einem Wahlsieg die Laufzeiten der Atommeiler zu verlängern, eine gefährliche Perspektive. Die Bundestagswahl ist eine Richtungsentscheidung in der Energie- und Atompolitik. Angela Merkel weiß, wenn die Atomkraftwerke länger am Netz bleiben, dann bremsen sie den Ausbau der erneuerbaren Energien und dann erhöhen sich die Risiken für heutige und künftige Generationen. Atommeiler passen nicht in ein zukunftsfähiges Stromversorgungssystem", sagte Thorben Becker, der Energieexperte des BUND.

Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)


Dieser Artikel wurde am 28.09.2009 im Vedamagazin veröffentlicht.
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... wenn die äußere Welt unterginge, so wäre einer von uns fähig, sie wieder aufzubauen, denn Berg und Strom, Baum und Blatt, Wurzel und Blüte, alles Gebildete in der Natur liegt in uns vorgebildet, stammt aus der Seele, deren Wesen Einigkeit ist, deren Wesen wir nicht kennen, das sich uns aber zumeist als Liebeskraft und Schöpferkraft zu fühlen gibt. (Emil Sinclair alias Hermann Hesse in „Demian“)

 

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