Gentechnik erhöht Pestizidverbrauch um 145.000 Tonnen

Resistente Unkräuter zwingen US-Farmer zu verstärktem Gift-Einsatz

Foto: pixelio.de - © Dokoplayer
ZoomZoom  Foto: pixelio.de - © Dokoplayer
Geringe Insektizid-Einsparungen bei Baumwolle dürften bald der Vergangenheit angehören.
Wien (pte) - Verheißungsvoll waren die Versprechen der "Grünen Gentechnologie", kaum mehr Pestizide verwenden zu müssen. Nun zeichnet ein neuer Bericht ein völlig anderes Bild. Seit dem Beginn des kommerziellen Anbaus von Gentech-Pflanzen wurden in den USA rund 145 Mio. Kilogramm mehr Pestizide ausgebracht als zuvor. Ein Grund dafür ist der rasante Anstieg an Unkräutern, die gegen die Totalherbizide immun sind. Die Studie von Charles Benbrook vom Organic Center basiert auf Daten des US-Department of Agriculture.

"Die US-Gentech-Landwirte versuchen nun mit noch mehr Chemie den Unkräutern Herr zu werden", meint Global 2000-Gentechnik-Experte Werner Müller im pressetext-Interview. "In ihrem ausweglosen Kampf greifen die Bauern zu immer brutaleren Methoden gegen Umwelt und letztlich auch den Menschen", kritisiert der Experte. So setzen sie "Uralt-Gifte" wie Paraquat und 2,4D - einen Stoff der im Vietnamkrieg als "Agent Orange" verwendet wurde - ein.

Nur geringe Insektizid-Einsparungen bei Baumwolle und Mais

Geringe Einsparungen von Insektiziden konnten bei Baumwolle und Mais erreicht werden, bestätigt die Studie. "Doch auch hier dürfte sich das Blatt bald wenden, sobald die ersten resistenten Insekten die Maisfelder treffen", meint Müller. Kritiker hätten bereits von Beginn an angezweifelt, dass es Einsparungen im Pestizidbereich geben werde. "Außerdem befürchtete man schon damals, dass es bald resistente Unkräuter und Insekten geben wird."

"Doch der enorme Anstieg des Pestizideinsatzes in den USA überrascht selbst die Kritiker", so Müller. "Man sieht, wie verzweifelt die US-Landwirte gegen die Folgen der Gentechnik ankämpfen." Es sei davon auszugehen, dass die "grüne Gentechnik" auch in den USA bereits ihren Höhepunkt überschritten habe. "Angesichts des dramatischen Anstiegs von Problemunkräutern kehren immer mehr US-Landwirte der Gentechnik den Rücken."

Gentech-Unternehmen drängen stärker nach Europa

"Warum man in Europa immer noch auf die Einführung der Gentechnik drängt, ist angesichts dieser Zahlen völlig unverständlich", meint Müller. Europa sollte anstatt in Gentechforschung in den Biolandbau investieren, damit solche Katastrophen wie der Einsatz von Agent Orange gegen Unkräuter erspart bleibe.

"An einem vernünftigen Umgang mit der Natur wie es der Biolandbau vorzeigt, führt kein Weg vorbei. Das lehrt uns die Geschichte der Gentechnik", so Müller. "Mit der Holzhammermethode die Natur zu unterdrücken, gelingt nur wenige Jahre, danach schlägt sie umso unbarmherziger zurück."

Quelle: Pressetext


Dieser Artikel wurde am 23.11.2009 im Vedamagazin veröffentlicht.
Themenportal Ayurveda: Das uralte Vedische GesundheitssystemThemenportal Meditation: Der Vedische Weg zur ErleuchtungThemenportal Vastu: Die Vedische Architektur Sthapatya-VedaThemenportal Jyotish: Die Vedische Astrologie
oder
abnehmender Halbmond abnehmender Halbmond (23 Uhr 15)
GandharvaPlayer: Indische Musik
E-Grußkarten-Auswahl, Zufallsbild:
Vedamagazin E-Grußkarten
Weisheit des Augenblicks
Das Unsterbliche wird von der Welt verschleiert. Der Geist des Lebens ist das Unsterbliche. Name und Form ist die Welt und durch sie wird der Geist bedeckt. - Brihadaranyaka Upanishad

 

Gandharva-Veda

Gandharva-Veda ist die klassische Musik der Vedischen Hochkultur. Sie ist die ewige Musik der Natur, deren Rhythmen sie widerspiegelt.

 


Internetadresse dieser Seite: http://www.www.vedamagazin.de/news/894/52/Gentechnik+erh%C3%B6ht+Pestizidverbrauch+um+145.000+Tonnen/
 nicht klicken!