Gehirnforscher entdecken den Sitz der Transzendenz

Hintere Scheitellappen der Großhirnrinde steuern spirituelle Erfahrungen

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Erfahrung von Transzendenz spielt sich v.a.
in den Scheitellappen oder Parietallappen ab.
In den letzten Jahren wurden die physiologischen Grundlagen spiritueller Erfahrungen immer besser erforscht. Längst ist inzwischen bekannt, dass Spiritualität und Religion keine Hirngespinste sind, sondern mit messbaren Prozessen im Gehirn in Zusammenhang stehen. Nun scheint der Wissenschaft in diesem Bereich eine neue bedeutende Entdeckung gelungen zu sein. Italienische Forscher untersuchten an krebskranken Studienteilnehmern eine Fähigkeit die sie als „Selbst-Transzendenz“ bezeichnen, also das Gefühl, die Grenzen des eigenen Seins ausdehnen oder überschreiten zu können.

Zu ihrer Erkenntnis kamen die Wissenschaftler der Universität Udine v.a. dadurch, dass sie die Veränderungen in den Erfahrungen ihrer Patienten verglichen, die diese vor und nach dem Entfernen von Tumoren machten. Dabei rückten zwei Bereiche der Großhirnrinde besonders in den Fokus des Forscherteams um Cosimo Urgesi: der linke parietale Assoziationscortex und der rechte Gyrus angularis. (Die Original-Studie „The Spiritual Brain: Selective Cortical Lesions Modulate Human Self-Transcendence“: sciencedirect.com.)

Bereits seit Jahrtausenden berichten Weisheitsschriften, allen voran die Vedische Literatur, von „transzendentalen“ Erfahrungen, die man als Integration des Ich in einem großen Ganzen umschreiben könnte. Auch wurden Verfahren - insbesondere Meditationstechniken - überliefert, die es ermöglichen, solche höheren Bewusstseinszustände gezielt zu erreichen. Dabei werden mehrere Entwicklungsphasen beschrieben, an deren Schlusspunkt ein erleuchtetes Einheitsbewusstsein steht.

Menschlicher Körper als Ausdruck des Veda und der Vedischen Literatur

Cover Die Identifikation einer Hirnregionen als Sitz der Erfahrung von Transzendenz befreit die uralten Texte ein Stück mehr vom Schleier des Mystischen und stellt sie in das Licht einer ganz normalen Hirnfunktion.

Damit wird auch das Forschungsergebnis bestätigt, das der Neurophysiologe und Arzt Dr. Tony Nader bereits vor über zehn Jahren in seinem umfassenden Werk „Human Physiology - Expression of the Veda and the Vedic Literature“ (ISBN 1895958067) veröffentlicht hat. Dr. Nader lokalisierte in genau denselben Großhirnregionen exakte Entsprechungen des Yoga („Einheit“), genau jener Vedischen Wissenschaft welche sich der Entwicklung höherer Bewusstseinszustände widmet, oder wie es der Autor ausdrückt „Einheit in der Vielfalt“.

Quelle: © Vedamagazin


Dieser Artikel wurde am 13.02.2010 im Vedamagazin veröffentlicht.
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Veda

Wissen. Das uralte, zeitlose Menschheitswissen der Veden, wurde in Indien über Jahrtausende hinweg - erst mündlich in Versform, später auch in Schriftform - überliefert. Vedisches Wissen wurde in den letzten Jahrzehnten auch im Westen zugänglich gemacht und übt hier einen wachsenden Einfluss aus. Zu den bekanntesten der zahlreichen Vedischen Wissensgebiete zählen Ayurveda, Meditation, Yoga, Vastu (Architektur), Jyotish (Astrologie). Die Gesamtheit Vedischen Wissens ("der Veda") umfasst nahezu alle Bereic...

 

 

Meditation

Meditation ist eine stille, in der Regel geistige Handlung, die den Körper entspannen und den Geist auf seine innere Mitte ausrichten soll. In einer Zeit voll von Zeitdruck und Stress kann Meditation nicht nur ein erholsames Gegengewicht zu diesen Begleiterscheinungen der Moderne bieten, sondern ganz allgemein die Gesundheit fördern. Als höchstes Ziel der Meditation gilt jedoch seit Menschengedenken das Erreichen der Erleuchtung. Eine sehr verbreitete und wissenschaftlich vielfach überprüfte Meditati...

 

 

Erleuchtung

Erleuchtung wird als die höchste Ebene menschlicher Existenz beschrieben, auf der Härten und Kampf um Erfolg nicht mehr existieren. Ein Leben in diesem Zustand verspricht Leichtigkeit, Unbegrenztheit, Freude und Glückseligkeit. Viele alte Weisheitstraditionen, insbesondere der Veda, zeigen Wege zum Erlangen dieses Zustandes auf. Als wirksamste Methode wird im allgemeinen Meditation angesehen.

 

 

Erleuchtung

Erleuchtung wird als die höchste Ebene menschlicher Existenz beschrieben, auf der Härten und Kampf um Erfolg nicht mehr existieren. Ein Leben in diesem Zustand verspricht Leichtigkeit, Unbegrenztheit, Freude und Glückseligkeit. Viele alte Weisheitstraditionen, insbesondere der Veda, zeigen Wege zum Erlangen dieses Zustandes auf. Als wirksamste Methode wird im allgemeinen Meditation angesehen.

 

 

Yoga

Sinngemäß heißt Yoga "Vereinigung", "Integration" oder "Einheit", was bedeutet, dass der Yoga ausübende (Yogi) damit einen Weg zum völligen Einssein mit der Welt beschreitet. Die im Westen bekannteste Yoga-Disziplin der Asanas, beschreibt Übungen (Körperstellungen), die der Geist-Körper-Integration dienen. Eine weitaus grundlegendere Yoga-Technik ist die Meditation; darüber hinaus beschreibt Yoga Wege zum Erlangen "übernatürlicher" Fähigkeiten (Sidhis), wie z.B. der Levitation.

 

 

Gandharva-Veda

Gandharva-Veda ist die klassische Musik der Vedischen Hochkultur. Sie ist die ewige Musik der Natur, deren Rhythmen sie widerspiegelt.

 

 

Raga

"Klangpersönlichkeit", melodische und rhythmische Grundstruktur in der klassischen indischen Musik *)

 

 

Bhajan

Bhajans sind die in Indien allgegenwärtigen spirituellen Volkslieder, mit denen die Verehrung für verschiedenste Devata (Gottheiten) ausgedrückt wird.

 

 

Gandharva

Soma-bereitende Licht-Gottheit; musizierende Apsara-Gefährten; siehe auch Gandharva-Veda *)

 


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