Hintere Scheitellappen der Großhirnrinde steuern spirituelle Erfahrungen
![]() Foto: © NEUROtiker unter CC-by-sa-3.0 Lizenz Erfahrung von Transzendenz spielt sich v.a. in den Scheitellappen oder Parietallappen ab. Zu ihrer Erkenntnis kamen die Wissenschaftler der Universität Udine v.a. dadurch, dass sie die Veränderungen in den Erfahrungen ihrer Patienten verglichen, die diese vor und nach dem Entfernen von Tumoren machten. Dabei rückten zwei Bereiche der Großhirnrinde besonders in den Fokus des Forscherteams um Cosimo Urgesi: der linke parietale Assoziationscortex und der rechte Gyrus angularis. (Die Original-Studie „The Spiritual Brain: Selective Cortical Lesions Modulate Human Self-Transcendence“: sciencedirect.com.) Bereits seit Jahrtausenden berichten Weisheitsschriften, allen voran die Vedische Literatur, von „transzendentalen“ Erfahrungen, die man als Integration des Ich in einem großen Ganzen umschreiben könnte. Auch wurden Verfahren - insbesondere Meditationstechniken - überliefert, die es ermöglichen, solche höheren Bewusstseinszustände gezielt zu erreichen. Dabei werden mehrere Entwicklungsphasen beschrieben, an deren Schlusspunkt ein erleuchtetes Einheitsbewusstsein steht. Menschlicher Körper als Ausdruck des Veda und der Vedischen Literatur Die Identifikation einer Hirnregionen als Sitz der Erfahrung von Transzendenz befreit die uralten Texte ein Stück mehr vom Schleier des Mystischen und stellt sie in das Licht einer ganz normalen Hirnfunktion. Damit wird auch das Forschungsergebnis bestätigt, das der Neurophysiologe und Arzt Dr. Tony Nader bereits vor über zehn Jahren in seinem umfassenden Werk „Human Physiology - Expression of the Veda and the Vedic Literature“ (ISBN 1895958067) veröffentlicht hat. Dr. Nader lokalisierte in genau denselben Großhirnregionen exakte Entsprechungen des Yoga („Einheit“), genau jener Vedischen Wissenschaft welche sich der Entwicklung höherer Bewusstseinszustände widmet, oder wie es der Autor ausdrückt „Einheit in der Vielfalt“. Quelle: © Vedamagazin
Dieser Artikel wurde am 13.02.2010
im Vedamagazin veröffentlicht.
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Weisheit des Augenblicks Im Zentrum von Brahmans Burg, in unserem eigenen Körper, ist ein kleiner Schrein, der wie eine Lotusblüte geformt ist. In diesem ist ein kleiner Raum zu finden. Wir sollten herausfinden, wer darin wohnt und wir sollten uns wünschen, ihn zu kennen. Und wenn jemand fragt: "Wer ist derjenige, der in dem kleinen Schrein in Form einer Lotusblüte im Zentrum von Brahmans Burg wohnt?", so können wir antworten: " Der kleine Raum mitten im Herz ist so groß wie dieses Universum. Der Himmel und die Erde sind dort, die Sonne, der Mond, die Sterne, Feuer und Blitze und die Winde, denn das ganze Universum ist in Ihm und Er wohnt in unserem Herzen. - Chandogya Upanishad
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