Europa-Universität erhält Ayurveda-Professur

Indische Regierung finanziert Gast-Professur an der „Viadrina“ (Frankfurt/Oder) für fünf Jahre

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Dhanvantari symbolisiert den Ayurveda
Am 21. Oktober 2010 übergab eine Delegation der Botschaft der Republik Indien dem Präsidenten der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) offiziell die Zusage der indischen Regierung zur Finanzierung einer Gastprofessur für Ayurveda über einen Zeitraum von fünf Jahren, die im kommenden Jahr eingerichtet werden soll. Die Professur wird am Institut für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften (IntraG) der Kulturwissenschaftlichen Fakultät angesiedelt sein. Der künftige Inhaber der Professur, der von einer Berufungskommission aus Vertretern der indischen Gujarat Ayurved University, der Viadrina und der indischen Regierung ausgewählt werden soll, wird im Rahmen des postgradualen Master-Studiengangs „Komplementärmedizin, Kulturwissenschaften, Heilkunde“ Lehrmodule zur Einführung in Ayurveda entwickeln.

„Die indische Regierung, die bereits eine strategische Partnerschaft mit Deutschland vereinbart hat, freut sich sehr über diese Form der Kooperation”, betonte Ashutos Agrawal von der indischen Botschaft, könne doch so der Weg von der alten Erfahrungsheilkunde Ayurveda zu einer modernen wissenschaftlich begründeten Therapie beschritten werden.

Prof. Dr. Hartmut Schröder, Gründer des Instituts für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften an der Viadrina, hob das in den letzten Jahren stark gestiegene Interesse von Patienten an komplementären Behandlungsmethoden und am ganzheitlichen Ansatz medizinscher Behandlung hervor .

Ayurveda ist eines der ältesten Systeme der guten Lebensführung und Heilkunde. Es destilliert jahrtausendealte Erfahrung, die erst unzureichend mit modernen wissenschaftlichen Methoden untersucht ist. „Wir hoffen, dass wir in Zusammenarbeit mit dem künftigen Professor nicht nur interessante Lehre für unsere Studierenden anbieten können, die ihren Horizont und ihre Praxismöglichkeiten erweitert. Wir wollen auch Ayurveda für einige medizinische Problemkinder unserer modernen Gesellschaft nutzbar machen, indem wir sie intensiv beforschen“, kommentiert Prof. Harald Walach, der Leiter des Instituts, an dem die Ayurveda-Professur angesiedelt sein wird. Bei einigen Krankheitsbildern lägen vielversprechende erste Forschungsergebnisse vor, es sei aber noch viel zu tun, um die Erfahrungsheilkunde des Ayurveda auf den Stand einer wissenschaftlich begründeten Therapieform zu heben.

Prof. Rambabu Dwivendi von der Gujarat Ayurved University erläuterte, dass Ziel von Ayurveda-Behandlungen sei es, Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern, nicht in Konkurrenz zur konventionellen Medizin, sondern in Ergänzung. Nebenwirkungen moderner Medikamente, die insbesondere viele chronisch Kranke einnehmen müssten, könnten gelindert und primäre Prävention betrieben werden.

Quelle: Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)


Dieser Artikel wurde am 22.10.2010 im Vedamagazin veröffentlicht.
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