Aus dem Inhalt

Die Kulturtragende Rolle der Sanskrit- und Veda-Forschung zieht sich als roter Faden durch das Lebenswerk von Prof. Klaus Mylius. Bereits in den Vorbemerkungen zu seinem viel benutzten, 1975 erstmals erschienen Sanskrit Wörterbuch weist er darauf hin, dass sein Werk nicht nur wissenschaftlichen Erfordernissen entsprechen soll, sondern auch die kulturellen Traditionen und weltgeschichtliche Bedeutung Indiens näher bringen will. 2020 in einem Interview anlässlich seines 90. Geburtstags, betont er erneut die Unverzichtbarkeit des Sanskrit für die Kultur Indiens. Die kulturelle Relevanz und Liebesnähe der von Prof. Mylius behandelten Themen zeigt sich u. a. auch darin, dass der vorliegende 1998 erstmals an der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften gehaltene Vortrag 2011 in einem Sammelband mit Aufsätzen und Rezensionen von K. Mylius zur Indologie vom Harrassowitz Verlag, Wiesbaden, wieder zugänglich gemacht wurde.  Durch das Entgegenkommen des Harrassowitz Verlags sowie des Trafo-Verlags, der die Sitzungsberichte der Sozietät veröffentlicht, ist es hier möglich den Aufsatz erneut ins allgemeine Bewusstsein zu rücken. Besonderer Dank gilt dafür auch Prof. Dr. Dr. Mylius (24. 2. 2021)
 
Eine Indienreise mit dem Hauptziel die eigene Meditations-Erfahrung zu vertiefen war Ende des 19. Jahrhunderts eine Seltenheit. Das Indientagebuch von Wilhelm Hübbe-Sehleiden ist deshalb nicht nur von historischem Interesse sondern ein außergewöhnliches, zeitloses Dokument.  Es kam 1992 als Teil des Nachlassen von W. Hübbe-Schleiden aus Privatbesitz zur Göttinger Universitätsbibliothek. Weil er den geisteswissenschaftlichen Wert des Tagebuches erkannte wurde es von Norbert Klatt durch detaillierte bibliographische Anmerkungen ergänzt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Gründe für das zunehmende wissenschaftliche Interesse an der Vedischen Kultur im 20. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt der Einleitung des Herausgebers und Göttinger Verlegers Dr. Norbert Klatt (12. März 2009)  
 
In den Einheitlichen Feldtheorien der Physik ist die mathematische Beschreibung der Selbstwechselwirkung sowohl das vereinheitlichende Prinzip als auch der Quantifizierungsvorgang, durch den die Verhaltensvielfalt aus dem Einheitlichen Feld hervorgeht. Da sich der Veda traditionell als Klangdarstellung der Selbstwechselwirkung des Bewusstseins versteht, ist auch die organisierende Kraft des Veda Ausdruck dieser selbstbezogenen Dynamik. In Anlehnung an die Erkenntnisse der Physik bezeichnet Maharishi Mahesh Yogi die praktische Nutzung des Selbstbezugs als "Technologie des Einheitlichen Feldes". Die theoretische Physik bestätigt somit das Selbst bezogene Verständnis des Veda und umgekehrt. Selbstbezug, als Kopplung der Materie an das von ihr selbst erzeugte Feld, ist auch die Grundlage der Forschungen von Klaus Volkamer (1984 bis 2021).
Die Vedische Wissenschaft führt das Verhalten der Materie auf Formen des Lichts zurück, die ihren Ursprung in der Bewusstseinsdynamik haben, welche im Veda durch Klänge dargestellt werden. Die Beziehung von Klang und Form ist typisch für die Vedische Wissenschaft und nirgends so deutlich wie in der Vedischen Lehre von den Edelsteinen: Ratna Shastra. Von Dr. Bernd Zeiger (2010)

Vedische Chemie – Rasa Shastra  ➚(Archiv)

Jyotish – die authentische Vedische Astrologie in Lehre und Praxis ➚(Archiv)
Die Wissenschaft des authentischen Jyotish ist ein präzises System, das die Trends des Lebens beschreibt oder die Qualität einer Lebensphase. Dabei wird gleichzeitig der freie Willen des Menschen mit einbezogen, die individuelle Geschwindigkeit seiner Entwicklung sowie seine soziale und nationale Herkunft. Von Siebelt Meyer, Jyotish Shastri (2007)

Ost oder West  ➚(Archiv)
Was ist der Status unseres Menschseins? Ost und West, zwei Alternativen: Haben wir als Ich Anteil an einem Göttlichen ICH? Oder sind wir als ‚Person’ begabt mit eigener, von Gott getrennter Existenz und eigenem Ich? Der entscheidende Unterschied von Ost und West lässt sich anhand der zentralen Frage aufzeigen: „Wer sind wir als ‚Ich’?“. Von Wolfgang Bödefeld.(2006)

Vedische Wissenschaft kennt die Planck-Länge  ➚(Archiv)
Die Astronomie betrachtet den leeren Raum (Weltraum) heute nicht als von vornherein vorhanden, sondern als Schöpfung des Einheitlichen Feldes. Neue Feldtheorien gehen davon aus, dass der Raum nicht beliebig teilbar ist. Seine kleinste Entfernung, die Planck-Länge, wird bereits im Veda überraschend exakt beschrieben. Von Dr. Heinz A. Krug. (2005)

Jahrtausende lang bewahrte Indien einen Schatz, der von der UNESCO als „Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“ geehrt wurde. Doch eine Sicht als Museumsstück, als voluminöses Werk naiv-frömmelnder Kultur, ist zu hochmütig, um die im Veda verborgene höchste Weisheit zu erkennen. Von Eberhard C. Friedrich (2004)