Forschung über Transzendentales Bewusstsein

Umfassender neuronaler Grundzustand - Kohärente Gehirn-Mechanismen werden mit Transzendentalem Bewusstsein in Zusammenhang gebracht

Dr. Alarik Arenander und sein von ihm geleitetes Hirnforschungs-Institut versuchen, einen Begriffsrahmen für die Beschreibung und das Verständnis von Gehirnzuständen und Aufmerksamkeitsmechanismen zu liefern, die der subjektiven Erfahrung und den objektiven Messungen bei Testpersonen zugrunde liegen, welche die Technik der Transzendentalen Meditation (TM) ausüben. Während der TM-Ausübung beschäftigt sich der Geist anstrengungslos mit einem spezifischen Gegenstand und überschreitet dabei automatisch die normalen Grenzen der bewussten Wahrnehmung – eine Verschiebung von aktivem, wachem Bewusstsein zu einem, das keine Grenzen kennt, zu einem Zustand reinen Bewusstseins. Die bisherige Forschung deutet darauf hin, dass die TM-Technik einen einzigartigen Zustand von sehr tiefer Ruhe und Entspannung bei den Probanden hervorruft. Objektive Messungen der Blutchemie und des Hautwiderstandes, sowie EEG-Aufzeichnungen während der Ausübung der Technik zeigen, dass grundlegende Veränderungen in der Physiologie eintreten. Probanden berichten, dass sie subjektiv nur (einzig und allein) Bewusstsein erfahren, ohne einen Gegenstand der Wahrnehmung.

Diese Erfahrung ist als der vierte Hauptzustand des Bewusstseins, "ruhevolle Wachheit", beschrieben worden. Die über 5000 Jahre alten Veden sind die klassischen Texte, die diese grundlegende menschliche Erfahrung beschreiben. Die Veden nennen diese Erfahrung von Bewusstsein ohne einen Gegenstand der Wahrnehmung „reines Bewusstsein“. Den Vedischen Schriften zufolge wird dieser Zustand ruhevoller Wachheit oder Transzendentalen Bewusstseins als der grundlegende Modus oder der Grundzustand der menschlichen bewussten Erfahrung betrachtet. Gedankenprozesse stellen Fluktuationen in diesem, ihnen zugrunde liegenden, abstrakten, reinen Feld der Intelligenz dar, in ähnlicher Weise, wie die Einheitliche-Feld-Theorie Materie als Fluktuationen im Einheitlichen Feld der Naturgesetze beschreibt.

Gehirnwellen-Kohärenz
Um Übereinstimmungen (Kohärenzen) der elektrischen Aktivität der Gehirnrinde zu erfassen, bringt man an jeweils zwei verschiedenen Stellen des Schädels Elektroden an. Dabei untersuchen Forscher entweder verschiedene Stellen an derselben Gehirnhälfte oder an sich spiegelbildlich gegenüber liegenden Stellen beider Gehirnhälften. Ein Computer vergleicht jeweils zwei der dort abgeleiteten Signale und prüft sie auf ihre Übereinstimmung.

Eine Untersuchung der TM-Technik hat Änderungen in den elektroenzephalografischen, Atmungs-, Herzgefäß- und anderen physiologischen Parametern dokumentiert, die auf einen einzigartigen beruhigten Zustand des Nervensystems schließen lassen. Während des Vorgangs des Transzendierens korrelieren längere Perioden auffälliger EEG-Kohärenz (geordnete Gehirnaktivität) und spontane Atemstillstände stark mit subjektiven Berichten von Bewusstheit ohne Gedanken. Es wird ein Erklärungsmodell für den Prozess des Transzendierens vorgeschlagen, der auf kognitiven und neuronalen Mechanismen basiert, die dem allgemein bekannten Orientierungsreflex ähnlich sind.

In diesem Modell wird der Zustand ruhevoller Wachheit durch eine koordinierte Reaktion auf Orientierungs- und Gewöhnungsprozesse erzeugt. Die Rinde des Vorderstirnlappens und das basale Vorderhirn erzeugen gemeinsam eine Sequenz von Phasen zunehmender Entspannung der neuronalen Tätigkeit. Der Hirnstamm-Kern, insbesondere die Formatio Reticularis und der Locus Coeruleus, wirken bei der Aufrechterhaltung der Bewusstheit mit, indem sie Orientierungsreflexe erzeugen, die auf das Objekt der Wahrnehmung (Stimulus) ausgerichtet sind. Dieser Stimulus wird in allen Stadien der Meditation genutzt, um nacheinander erst eine Beruhigung und schließlich eine umfassende neuronale Kohärenz herzustellen. Das Gehirn reguliert die Aufmerksamkeit beim Transzendieren über eine integrierte Steuerungshierarchie, deren Zentrum im thalamo-kortikalen System liegt. Ein wichtiger Aspekt der Orientierungsmechanismen im Modell sind neuronale Bezugssysteme, die durch einen Komparator im Hippocampus koordiniert werden, der die sich verändernde Konfiguration von Stimulus und Gehirnzustand auswertet. Die kohärente Integration der kortiko-thalamischen Verarbeitungsschleifen führt zu einem Zustand umfassender neuronaler Integration, der in der Vedischen Überlieferung als Transzendentaler Bewusstseinszustand beschrieben wird.

Entsprechend den Orientierungsreflex-Theorien verbessert der Prozess des Transzendierens deutlich das Signal-Rausch-Verhältnis des Nervensystems. Dieser Vorgang erleichtert die bewusste Analyse und die Wahrnehmung der Modi kognitiver Aktivität, die der bewussten Wahrnehmung normalerweise nicht zugänglich sind – mit bemerkenswerten positiven psychologischen und physiologischen Auswirkungen. Dieses Modell des Transzendierens wird durch zahlreiche Forschungsergebnisse im Bereich der kognitiven Neurologie gestützt, die sich mit Gehirnzustand und Aufmerksamkeitsmechanismen beschäftigen.

Die ganze Studie ist unter http://www.brainresearchinstitute.org/research/transcending.pdf zu sehen.


Dr. Alarik Arenander ist Neurologe, Pädagoge, Dozent und führender Forscher in der Neurobiologie der Gehirnentwicklung.

Seine Arbeit hat dazu beigetragen, das Fach Neurologie als den Wissenschaftsbereich zu etablieren, der führend in der Erforschung der menschlichen Potentialität ist. Dr. Arenander hat zukunftsweisende Studien an der Universität von Kalifornien in Los Angeles, an der Penn State University in Hershey, an der Universität von Wisconsin in Madison und an der Maharishi University of Management in Fairfield, Iowa, geleitet.

Seit 1999 ist Dr. Arenander Direktor des Hirnforschungs-Instituts an der Maharishi Universität für Management (MUM) in Fairfield, Iowa (USA). Seine Forschung konzentriert sich hauptsächlich auf die Gehirnentwicklung, einschließlich sowohl der Grundlagen- als auch der angewandten Forschung über die Beziehung von Gehirn und Bewusstsein, sowie die Einflüsse von Umwelt und Erfahrung auf Entwicklungsprozesse. Internet: http://www.brainresearchinstitute.org.


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Weisheit des Augenblicks
Unsere größte Angst ist es nicht, dass wir unzulänglich sein könnten! Unsere größte Angst ist, dass wir grenzenlos mächtig sein könnten! Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit ängstigt uns am meisten! Wir fragen uns: Wer bin ich, um so brillant zu sein? Aber, wer bist du, es nicht zu sein! Du bist ein Kind Gottes! Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst. Sich zu beschränken, nur damit andere um dich herum sich nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtendes. Wir wurden geboren, das Licht Gottes, das in uns ist, zu manifestieren. Es ist nicht nur in einigen von uns, es ist in jedem einzelnen! Und wenn wir unser Licht leuchten lassen, geben wir damit anderen die Erlaubnis, es auch zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere. - Nelson Mandela, Freiheitskämpfer und erster demokratisch gewählter Präsident von Südafrika

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