Meditation lässt das Gehirn wachsen

Forscher finden auch Anhaltspunkte für verlangsamten Alterungsprozess

Eine regelmäßige Meditationspraxis scheint Strukturveränderungen in den Bereichen des Gehirns zu bewirken, die Aufmerksamkeit und sensorische Verarbeitung steuern. Forscher fanden heraus, dass wichtige Bereiche der Hirnrinde bei meditations-erfahrenen Versuchspersonen stärker entwickelt waren. Die Studie wurde am 14. November in der Gesellschaft für Neurowissenschaften in Washington, DC vorgestellt und erscheint am 15. November in einem Artikel des NeuroReport. Die am Massachusetts General Hospital durchgeführt Untersuchung wurde unterstützt durch das Nationale Gesundheitsinstitut und zahlreiche renommierte Forschungseinrichtungen und Universitäten, wie Yale, Harvard und Massachusetts Institute of Technology.

"Unsere Resultate deuten darauf hin, dass Meditation auf Erfahrung basierende strukturelle Änderungen am Gehirn hervorrufen kann," sagt Sara Lazar, PhD, vom psychiatrischen Neuroimaging-Forschungsprogramm, die Leiterin der Studie. "Wir fanden auch Beweise dafür, dass Meditation den alterungsbedingten Abbau bestimmter Bereiche des Gehirns verlangsamen kann".

Langfristige Effekte durch Meditation waren bereits vermutet worden, da vorherige Studien eine veränderte Gehirntätigkeit gezeigt hatten und da Meditierende von lang anhaltenden Veränderungen der mentalen Funktionen berichteten. Bisher wurden jedoch zumeist buddhistische Mönche untersucht, für die Meditation zentraler Lebensinhalt war. Die aktuelle Studie sollte deshalb überprüfen, ob Meditation wie sie üblicherweise in den USA und anderen westlichen Ländern praktiziert wird die Struktur des Gehirns ebenfalls verändert. 20 Versuchspersonen mit einer durchschnittlichen Meditationspraxis von neun Jahren, die etwa eine dreiviertel Stunde täglich meditierten, wurden mit 15 Personen verglichen, die keine Erfahrung mit Meditation oder Yoga hatten.

Durch die Analyse von Bildern der Gehirnstruktur fanden die Forscher heraus, dass Gehirnregionen, die während der Meditation typischerweise besonders aktiv sind, bei den Meditierenden dicker waren, als bei der Kontrollgruppe. Sie fanden auch heraus, dass die Unterschiede der Cortex-Dicke in einem Bereich, der mit der Integration emotionaler und kognitiver Prozesse zusammen hängt, bei älteren Teilnehmern ausgeprägter waren. Dies legt die Vermutung nahe, dass Meditation das Verdünnen der Gehirnrinde verringern könnte, das gewöhnlich mit dem Altern auftritt.

Die betroffenen Bereiche sind im Gehirn von zentraler Bedeutung. Hier erfolgt „die Steuerung von Puls und Atmung, die Integration des Gefühls mit den Gedanken und das auf Belohnung gegründete Fällen von Entscheidungen“. Lazar bezeichnet den durch regelmäßiges Meditieren gestärkten Bereich als ein “zentrales Schaltpult des Gehirns".

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