Ein Wochenende mit David Lynch und Donovan

David Lynch-Wochenende lockt Fans und Neugierige an US-Universität

Der erfolgreiche Hollywood-Regisseur David Lynch (Mulholland Drive, Twin Peaks, Blue Velvet) zusammen auf einer Bühne mit Donovan Leitch, dem legendären Folk- und Pop-Sänger (Sunshine Superman, Mellow Yellow, Hurdy Gurdy Man) – gemeinsam wollen sie mit Transzendentaler Meditation gegen den Schulstress vorgehen.

In diesem Jahr war es das zweite Wochenend-Treffen, zu dem der bekannte Filmemacher David Lynch an die Maharishi University of Management in Fairfield, Iowa, USA, eingeladen hatte. Vom 25. bis 28. Mai 2007 trafen sich mehrere Hundert Fans und Neugierige aus verschiedenen Teilen der USA in der kleinen Stadt inmitten der Kornfelder Iowas.

Die Maharishi University of Management

In Fairfield, einer Stadt mit 3.000 Einwohnern, ist die Maharishi University of Management (MUM) zuhause. Diese Universität, die seit ihrer Gründung im Jahre 1973 mit vielen staatlichen Auszeichnungen geehrt wurde, bietet neben etablierten Studienzweigen wie z. B. Betriebswirtschaft (Business Administration) und Informatik auch Maharishis Programme der Bewusstsseinsentwicklung an, die in den Lehrplan integriert sind. Dazu gehören vor allem die Transzendentale Meditation (TM) und das TM-Sidhi-Programm, einschließlich Yogischem Fliegen.

Seit Gründung der MUM entwickelte sich das Geschäftsleben der kleinen Stadt mit neuen Computer- und Internetfirmen, Restaurants und Öko-Betrieben sehr rasch. Das Mother-Jones-Magazin - sehr beliebt bei umweltbewussten Amerikanern - reihte Fairfield im vergangenen Jahr unter die „12 lebenswertesten Orte, von denen man noch nie gehört hat“. Gegenüber der Washington Post betonte Bürgermeister Ed Malloy den „ungewöhnlichen Sinn für Toleranz, die große Förderung der schönen Künste und die unzähligen kleinen Firmen“. „Wenn Amerikas Kleinstädte eine Zukunft haben, dann werden sie etwa so aussehen wie unser Fairfield“, sagt Ed Malloy.

Paul Sorenson, Reporter bei The Daily Iowan, sieht in den Bewohnern Fairfields „Nachfahren der großen TM-Wellen der 60er und 70er Jahre. Es ist ein Ort, wo Hybrid-Autos neben ländlichen Pick-up-Lastern fahren. Die Ausübung der Transzendentalen Meditation scheint einfach zu sein – in zwei 15 bis 20-minütigen Sitzungen gebraucht der Meditierende ein Mantra (Wortklang - Anm. des Autors), das von einem ausgebildeten Lehrer vergeben wird, um einen Zustand von Friede und Einheit zu erreichen. Studien an Transzendentaler Meditation haben jedenfalls gezeigt, dass Stress reduziert, Kreativität erhöht und Allgemeinbefinden verbessert werden.“

Was geschah an diesem Wochenende?

Dr. Robert Roth, Vizepräsident und Pressesprecher der David-Lynch-Stiftung, moderierte die Veranstaltung. Zu Beginn stellte er Dr. John Hagelin, einen bekannten Quantenphysiker und Sprecher der TM-Bewegung, vor. Dr. Hagelin, der in New York zu tun hatte, hielt über Videoverbindung zwei Vorträge an diesem Wochenende: „Quantenphysik und reines Bewusstsein - die Entdeckung des Einheitlichen Ferldes“ und „Kriege und Terrorismus von der Quantenebene aus verhindern“.

Filmemacher David Lynch präsentierte sein neues Buch Catching the big fish—where do the biggest ideas come from?, auf Deutsch: „Den großen Fisch fangen—wo kommen die größten Ideen her?“ Es zeigt die philanthropische Seite des Regisseurs, der vor einigen Jahren die David-Lynch-Stiftung für Bewusstseins-basierte Bildung und Weltfrieden gegründet hat.

Donovan Leitch, der legendäre Folksänger und Komponist, sprach über „Singen, Liedermachen und den kreativen Prozess” und begeisterte das Publikum mit einem Live-Konzert. Ewa 30 Kinder aus Indianerreservaten in Nebraska und Süd-Dakota nahmen daran teil. Lynchs Stiftung hatte die Kosten für ihre Einführung in das TM-Programm gezahlt. Die Kinder wurden an diesem Wochenende als spezielle Gäste behandelt, und sie bedankten sich bei David Lynch für die Unterstützung.

Live aus MERU, Holland, war auch Maharishi Mahesh Yogi dazugeschaltet und erklärte, wie Studenten „Frieden und Unbesiegbarkeit für ihr Land“ erzeugen können. Friede und Unbesiegbarkeit seien bereits eine Realität in den Ländern, in denen seine „Unbesiegbarkeitsschulen“ ihren Betrieb aufgenommen hätten, sagte er. An diesen Schulen wird Maharishis Transzendentale Meditation und das TM-Sidhi-Programm, einschließlich Yogischem Fliegen, zweimal täglich während der Unterrichtszeiten ausgeübt.

Der Filmemacher

2005 gründete David Lynch seine „Stiftung für Bewusstseins-basierte Bildung und Weltfrieden“. Sie förderte bisher für fast fünf Millionen US-Dollar das Programm der Transzendentalen Meditation an Schulen. Lynchs Ziel ist es, weltweit mit Hilfe seiner Stiftung eine Million Schüler zu erreichen.

Viele Medien, darunter Die WELT, die FAZ, Die Süddeutsche, Spiegel online, Focus online, Web.de, Vanity Fair, das Hamburger Abendblatt und die Saarbrücker Zeitung, haben in Deutschland über seine Initiative berichtet.

Die WELT schrieb am 4.5.07: „Hollywood-Regisseur David Lynch hat die Schulen weltweit dazu aufgerufen, im Kampf gegen die zunehmende Gewalt Kurse in Transzendentaler Meditation einzurichten. Regeln über das Tragen von Waffen allein könnten die Gewalt in der Schule nicht beenden, erklärte Lynch auf einer im Internet übertragenen Pressekonferenz. Wirkungsvoller sei es vielmehr, gegen die Wut und Verstörung von Schülern anzugehen, die sie zu ähnlichen Amokläufen treiben könnten wie vor mehr als zwei Wochen den südkoreanischen Studenten an der Virginia Tech. Für wirkliche Hilfe könne die Meditation sorgen, sagte Lynch weiter. Diese erweitere und vertiefe das Bewusstsein, baue Stress ab, gebe Energie und fördere Kreativität. ‚Als ich zu meditieren anfing, war ich voller Wut, die ich an meiner ersten Frau ausließ. Zwei Wochen später war meine Wut verschwunden’, erzählte der 61-jährige Regisseur. Lynch übt selbst seit mehr als 30 Jahren die Tranzendentale Meditation aus.“

Die Märkische Allgemeine, Ausgabe Potsdam, fragte David Lynch: „Was bedeutet Hollywood für Sie?“
Lynch: „Hollywood existiert nicht. Es gibt kein wahres Hollywood. Hollywood lebt nur von einer Sekunde auf die andere. Aber es existiert ein Traum von Hollywood, der auf dem Goldenen Zeitalter basiert. Das Starsystem, der Glamour, die Intrigen ergeben dieses magische Ding, das die Leute anzieht.“

MA: ”Sie betreiben transzendentale Meditation. Hat sie Ihren Blick auf die Welt verändert?”
Lynch: „Transzendentale Meditation ist eine mentale Technik, keine Religion, kein Kult, kein Hokuspokus. Einfach eine uralte Form der Meditation. Man taucht immer eine Ebene tiefer in sich ein und spürt plötzlich ein grenzenloses Bewusstsein. Das ist eine einmalige, wunderschöne Erfahrung. Wenn man diesen tiefen Bewusstseinszustand erreicht hat, geht es einem in allen Lebensbereichen besser. Negativität, Hass, Wut, Depression, all die Dinge, die unseren Ideen-Fluss behindern, beginnen zu verschwinden.“

MA: „Wollen Sie dieses Gefühl auch in Ihrem Film vermitteln?“
Lynch: „Nein. Meine Filme reflektieren die Welt. Es geht nicht darum, eine Botschaft zu verbreiten.“

Der Sänger

Paul Sorenson schreibt in The Daily Iowan: „Donovan wurde 1967 von Maharishi Mahesh Yogi persönlich in die TM eingeführt und war einige Wochen mit den Beatles, dem Beach Boys-Sänger Mike Love und anderen Stars zu Gast in Maharishis Retreat in Rishikesh, Indien. Heute ist er mit David Lynch unterwegs, um Spendenaktionen für die Verbreitung der Transzendentalen Meditation zu organisieren. Ich saß neben Leuten, die vor 40 Jahren im Radio zum ersten Mal Donovans Hit ‚Sunshine Superman’ gehört haben, und wurde mitgerissen von einer Art Zeitverwerfung, obwohl ich diese Ära gar nicht erlebt hatte.“

Der Reporter Bruce Fessier fragte Donovan in einem Interview der Desert Sun vom 2. Juni 2007: „Haben Sie die TM seit Indien die ganze Zeit über ausgeübt?“ Donovan: “Ja, ich habe meditiert und andere Arten der Meditation ausprobiert und herausgefunden, dass TM die wichtigste ist und am schnellsten wirkt. Viele andere Formen der Meditation erfordern viel Zeit und oft völligen Rückzug aus dem Leben. Mit TM bleibst Du mitten im Leben.“

Über die David-Lynch-Stiftung urteilt Donovan: „Amerika..., die mächtigste Nation der Welt sollte die mächtigste Vision für die Zukunft haben. Die Schüler, die meditieren, sind zwischen 10 und 15 Jahren alt, sie werden die Zukunft sein. In der Arbeit von David Lynch, von Linda und mir, und von Maharishi und Maharishis Universität der Bewusstseins-basierten Bildung liegt die Regierung der Zukunft, und diese Regierung wird eine Weltregierung sein. Die alte Garde mit den alten Technologien tritt gerade ab. Es ist ein konstanter Zustand der Veränderung. Wir kümmern uns um die künftigen Generationen, indem wir sie darauf vorbereiten jetzt bewusst zu sein. Und der einzige Weg, wie Du bewusst sein kannst, wenn Du zur Schule gehst, liegt in der Fähigkeit, in Dir die tiefsten Ebenen zu kontaktieren.“

Die Wissenschaftler

Dr. John Hagelin, 1992 mit dem Kilby-Preis ausgezeichneter Quantenphysiker und Minister für Wissenschaft und Technologie des Globalen Landes des Weltfriedens, sprach über Satellit zur Wochenend-Versammlung. Er referierte über das Einheitliche Feld aller Naturgesetze und wie man mit Hilfe der Transzendentalen Meditation Zugang zu diesem Feld finden kann. (Siehe Video-Vortrag von Dr. Hagelin “A New Science of Peace: The Effects of Group Meditation on Crime, Terrorism, and International Conflict” am Institute of Noetic Sciences (IONS) vom 18. Februar 18, 2007)

„Diese Energien verbinden sich in der Super-Vereinigung, und alle Kräfte der Natur, alle Bausteine der Natur sind in einem universalen Feld vereint“, erklärte er. „Eine Symphonie der Schwingung fundamentaler Einheit, wovon das gesamte Universum ein Ausdruck ist.”

Dr. Fred Travis, Leiter des Institutes für Gehirn-, Bewusstseins- und Kognitionsforschung an der MUM, demonstrierte die EEG-Gehirnwellen einer Studentin. Die Wellen zeigten eine „positive Veränderung“ zu mehr Kohärenz und Geordnetheit, sagte er, sobald die Studentin zu meditieren begann.

Am Sonntag sprach Dr. Hagelin wieder zur Gruppe, über den Weltfrieden – wie durch Gruppenmeditation und die gemeinsame Ausübung des TM-Sidhi-Programms, einschließlich Yogischem Fliegen, eine Wirkung, die stärker als die Atomkraft sei, auf das Weltbewusstsein ausgeübt werden könne. Zum Thema Yogisches Fliegen erklärte Dr. Hagelin, die altgebrachten Theorien der Schwerkraft seien nicht mehr korrekt. Sowohl Newtons Gesetz der Schwerkraft als auch Einsteins allgemeine Relativitätstheorie seien von der modernen Quantenphysik und der Superstringtheorie umgestoßen worden. Das menschliche Bewusstsein habe die Fähigkeit, auf der quantenmechanischen Ebene des Einheitlichen Feldes aktiv zu sein. Der geringfügigste Impuls eines Gedankens auf dieser Ebene würde das Einheitliche Feld dazu bewegen, sich in sich selbst zu bewegen, und diese inwendige Bewegung würde eine Veränderung in den manifestierten Naturkonstanten bewirken, sodass die abstoßende Kraft die Anziehungskraft überwältige.

Dies würde einen solchen Auftrieb erzeugen, dass der Körper in die Luft gehoben würde, und wir sozusagen aufwärts fallen oder der Vorwärtsrichtung oder jeglicher Richtung nachgeben könnten, der wir nachgeben wollten. Wenn große Gruppen das Yogische Fliegen gemeinsam an einem Ort ausübten, sagte er, würden die ganzheitlichen, evolutionsfördernden Qualitäten des Einheitlichen Feldes in der gesamten Gesellschaft belebt. Dies sei der Grund für mehr Kohärenz und Harmonie im kollektiven Bewusstsein, was sich auf nationaler und internationaler Ebene in wachsenden positiven Trends ausdrücke.

Journalist Paul Sorensen fragte Studenten und Lehrer der Maharishi University, wie wichtig ihnen die wissenschaftlichen Erklärungen für ihre Meditation seien. Sie antworteten, für einige sei es eher eine Sache des Gefühls oder des Ideals, und für andere seien die wissenschaftlichen Hintergründe und Untersuchungen die starken Argumente. „Wir müssen nicht verstehen, wie Schwerkraft funktioniert“, sagte Stephen Cardinal, Vorsitzender der MUM-Studentenvertretung. „Aber wir leben in einem wissenschaftlichen Zeitalter. Die Leute wollen wissen, wenn dies funktioniert, warum es funktioniert.“

Quelle: Pressemeldung von 'Deutsche Nachrichten Agentur'


Dieser Artikel wurde am 29.06.2007 im Vedamagazin veröffentlicht.
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Weisheit des Augenblicks
Er wird nur durch jene erkannt, die Ihn jenseits aller Gedanken wissen, nicht durch jene, die sich vorstellen, Er könne durch Gedanken erfahren werden. … Wenn du denkst, "Ich kenne Ihn gut", dann kennst Du die Wahrheit nicht. Du erfährst diese Erscheinung des Brahman nur durch die inneren Sinne. Hör nicht auf zu meditieren! - Kena Upanishad

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