Nobelpreisträger fordern Hilfe für Globalisierungs-Verlierer

Ökonomen drängen Regierungen zu Fairness in freier Marktwirtschaft

Lindau (pte) - Die vier Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert Solow, George Akerlof, Finn Kydland und Robert Fogel haben im Rahmen ihres Treffens in Lindau am vergangenen Wochenende einen Appell an die Regierungen gerichtet. Diese seien dazu angehalten, den Verlierern der Globalisierung zu helfen und Armut zu bekämpfen. Steigende Einkommensungleichheit sei auf die Auswirkungen der Globalisierung und technologischen Vorsprung zurückzuführen. "Ein Großteil der Wirtschaft handelt von der relativen Effizienz der Marktaufteilung", wird Solow vom Wall Street Journal zitiert. Ansonsten nützliche wirtschaftliche Entwicklungen könnten den Globalisierungs-Verlierern schaden. Es sei zu untersuchen, wie Erträge am besten zu den Betroffenen umzuleiten sind. Ökonomen sollten den Regierungen dabei helfen, einen Weg zu finden, freie Märkte fairer zu gestalten, lautete der Tenor unter den Nobelpreisträgern.

Unterdessen wird vonseiten einiger NGOs und Wirtschaftsexperten nicht nur mehr Fairness am freien Markt, sondern ein regelrechter Systemwechsel hin zu einer sozialeren Marktwirtschaft gefordert. "In der EU sind politische Änderungen sinnvoll und möglich. Dafür muss jedoch die EU-Politik selbst neu ausgerichtet und verändert werden", erklärt etwa David Walch, Sprecher der NGO Attac, im Gespräch mit pressetext. Eine demokratische Regulierung der Märkte sei nötig, um Krisen wie das Subprime-Debakel 2007 oder das Platzen der New-Economy-Blase 2001 zu verhindern. So wurde das Versagen der Banken-Regulierung auch im Zuge des Wirtschaftler-Treffens, an dem insgesamt 14 Nobelpreisträger teilnahmen, als Hauptursache für die derzeit schlechte Situation der Finanzmärkte betrachtet.

"Globalisierung sollte für alle Länder gut sein", meint Kydland. Dies sei jedoch nicht der Fall, solange sich die Politik der Regierungen nicht verbessert. Um die schlechte Wirtschafts- und Einkommenspolitik zu ändern, bedürfe es jedoch eines Umverteilungsmechanismus, so der Experte. Wichtige Voraussetzungen, um das weitere Auseinanderklaffen der Schere zwischen Arm und Reich zu stoppen bzw. zu verlangsamen, seien ein funktionierender Verwaltungsapparat und gesunde Institutionen in den betroffenen Ländern. Die Regierungen müssten intervenieren, denn ohne die politischen Voraussetzungen könne den Auswirkungen der Globalisierung und der Einkommensungleichheit nichts entgegnet werden.

Quelle: Pressetext


Dieser Artikel wurde am 25.08.2008 im Vedamagazin veröffentlicht.
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Unsere größte Angst ist es nicht, dass wir unzulänglich sein könnten! Unsere größte Angst ist, dass wir grenzenlos mächtig sein könnten! Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit ängstigt uns am meisten! Wir fragen uns: Wer bin ich, um so brillant zu sein? Aber, wer bist du, es nicht zu sein! Du bist ein Kind Gottes! Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst. Sich zu beschränken, nur damit andere um dich herum sich nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtendes. Wir wurden geboren, das Licht Gottes, das in uns ist, zu manifestieren. Es ist nicht nur in einigen von uns, es ist in jedem einzelnen! Und wenn wir unser Licht leuchten lassen, geben wir damit anderen die Erlaubnis, es auch zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere. - Nelson Mandela, Freiheitskämpfer und erster demokratisch gewählter Präsident von Südafrika

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