Gekaufte Wahrheit - Gentechnik im Magnetfeld des Geldes

Der Dokumentarfilm wurde zu 45 Filmfestivals eingeladen und erhielt 7 internationale Preise

Dr. Ignacio Chapela - Foto © denkmal-film.com
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Dr. Ignacio Chapela
München - Im Frühjahr 2001 macht die Zeitschrift nature etwas, das sie zuvor noch nie getan hat. Zum ersten Mal in ihrer 137-jährigen Geschichte zieht das weltweit wichtigste Wissenschaftsmagazin einen Artikel zurück. Das ist merkwürdig und sehr besorgniserregend – ein Wissenschaftler wird angegriffen, weil er seine Arbeit getan hat.

Der renommierte Biologe Dr. Ignacio Chapela hat diesen Artikel einige Monate zuvor bei nature eingereicht. Er berichtet über die Vermischung von einheimischem mexikanischen Mais mit gentechnisch veränderten Sorten. Die druckfrische Ausgabe der Zeitschrift ist noch nicht fertig verteilt, als bereits eine Flut von - wie sich später herrausstellt - durch den AgroChemieMulti Monsanto gesteuerten E-mails die Redaktion von nature überschüttet. Die Untersuchungen des Wissenschaftlers, seine wissenschaftliche Kompetenz und seine persönliche Integrität werden von Grundauf in Frage gestellt. Warum hat ein scheinbar so gewöhnlicher Artikel einen solchen Aufruhr verursacht?

Oaxaca wo der gentechnisch veränderte Mais gefunden wurde, ist nicht irgendein Winkel dieser Erde. Hier ist das genetische Reservoir der Urmais-Sorten für die ganze Welt; von hier aus hat der Mais vor 5.000 Jahren seinen Siegeszug als heute zweitwichtigste Kulturpflanze der Erde angetreten. Chapelas Entdeckung war daher höchst alarmierend und trifft eine Achilles-Ferse der Gentechnik-Betreiber: die Frage der Koexistenz. Ist der Schwur der Gentechnik-Konzerne, dass natürliche Pflanzen völlig unbeeinträchtigt neben gentechnisch veränderten Pflanzen wachsen würden, doch nichthaltbar?

Im August 1998 gibt der führende Wissenschaftler für Nahrungsmittelforschung, Dr. Árpád Pusztai, im britischen Fernsehen ein kurzes Interview. Er erklärt, dass er zwar an den segensreichen Nutzen der Gentechnik bei Nahrungsmitteln glaube, aber vor der Zulassung müssten unbedingt Langzeittests durchgeführt werden. Nach dem bisherigen Wissensstand würde er keine genveränderte Nahrungsmittel essen. Seine Gründe für diese Äußerungen sind einfach - er hat Testreihen durchgeführt, in denen Ratten mit einer gentechnisch veränderten Kartoffel gefüttert wurden. Sie erlitten gravierende Organkrankheiten, Entzündungen, Immunschäden und retardiertes Organwachstum. Innerhalb weniger Stunden ist Pusztai in heftigstem politischen Kreuzfeuer. Es wird ihm verboten, sich weiter zu seinen Forschungen zu äußern. Seine Unterlagen werden konfisziert, der Zugang zu seinen Labors versperrt. Wenig später erhält er die Kündigung und wird aus dem nationalen Wissenschaftsgremium, der Royal Society, ausgeschlossen. Druck von höchsten politischen Instanzen erwirkt innerhalb weniger Tage Árpád Pusztais persönlichen und beruflichen Ruin.

Árpád und Ignacio nehmen dies nicht klaglos hin. Beide Wissenschaftler stellen bei ihren öffentlichen Auftritten immer wieder heraus, dass es nicht so sehr um ihr persönliches Drama geht sondern um eine elementare Errungenschaft unserer Demokratie: um die Freiheit der Forschung. Wenn multinationale Konzerne Wissenschaftler von Forschungen und Veröffentlichungen abhalten können, wer bleibt dann übrig, um den Konsumenten die Wahrheit zu sagen?

Gekaufte Wahrheit - Gentechnik im Magnetfeld des Geldes - Trailer:

Gekaufte Wahrheit
Gentechnik im Magnetfeld des Geldes

Ein politischer Thriller über Gentechnik und Meinungsfreiheit

Dokumentarfilm, 88 min, Kinostart: 10. März 2011

Buch und Regie: Bertram Verhaag

mit Arpad Pusztai, Andrew Kimbrell, Ignacio Chapela, Jeffrey Smith und Antonio Andrioli

Quelle: gekauftewahrheit.de


Dieser Artikel wurde am 04.02.2011 im Vedamagazin veröffentlicht.
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Weisheit des Augenblicks
Im Zentrum von Brahmans Burg, in unserem eigenen Körper, ist ein kleiner Schrein, der wie eine Lotusblüte geformt ist. In diesem ist ein kleiner Raum zu finden. Wir sollten herausfinden, wer darin wohnt und wir sollten uns wünschen, ihn zu kennen. Und wenn jemand fragt: "Wer ist derjenige, der in dem kleinen Schrein in Form einer Lotusblüte im Zentrum von Brahmans Burg wohnt?", so können wir antworten: " Der kleine Raum mitten im Herz ist so groß wie dieses Universum. Der Himmel und die Erde sind dort, die Sonne, der Mond, die Sterne, Feuer und Blitze und die Winde, denn das ganze Universum ist in Ihm und Er wohnt in unserem Herzen. - Chandogya Upanishad

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